Sonntag, 24. Mai 2026

„Mein Hatzfeld“, es gibt dich nicht mehr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

 

„Mein Hatzfeld“, es gibt dich nicht mehr                          

  

Heimat, ich muss es gestehen

Auch wenn es mich traurig macht

Deine Vergänglichkeit kann ich sehen

So oft an unsere Jahrzehnte daheim gedacht

 

Ob Hof, Garten oder Kinderspiel

Alles sich in meine Erinnerung eingestanzt

Erinnerungen, so reich, so viel

Wie schön die Zeiten, wo Kinder, Jugendliche, noch in ihren Trachten getanzt

 

Im Hof gab es den Taubenschlag, den Schweinestall

Jeden Abend warteten die Gänse vor dem Haustor

Der Fiaker brachte uns Kindern so viel Freude. Welch Verfall

Verfall einer Heimat, die alles, restlos alles verlor

 

Menschen erlebten ihre „Aussiedlung“

Häusergiebel verloren ihr Gesicht

Artesische Brunnen, alles nur noch Erinnerung

Heimat verlor ihrer Geborgenheit leuchtendes Licht

 

Fremde, überall nur Fremde zu finden

Nichts mehr, wie es mal war

Keiner freut sich mehr, Veilchen zum duftenden Strauß zu binden

Heimat, ich sah dein Sterben, Jahr für Jahr

 

„Mein Hatzfeld“, es gibt dich nicht mehr

Die Menschen ausgesiedelt, verstreut in alle Welt

Gassen und Häuser, sie sind so fremd, oft leer

Heimat ausgelöscht, es gibt dich nicht mehr, „mein Hatzfeld“

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                 14.05.2026

 

 

 

 

 

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