Foto:©Elisabeth Anton
„Mein Hatzfeld“, es gibt dich nicht mehr
Heimat, ich muss es gestehen
Auch wenn es mich traurig macht
Deine Vergänglichkeit kann ich sehen
So oft an unsere Jahrzehnte daheim gedacht
Ob Hof, Garten oder Kinderspiel
Alles sich in meine Erinnerung eingestanzt
Erinnerungen, so reich, so viel
Wie schön die Zeiten, wo Kinder, Jugendliche, noch in ihren Trachten getanzt
Im Hof gab es den Taubenschlag, den Schweinestall
Jeden Abend warteten die Gänse vor dem Haustor
Der Fiaker brachte uns Kindern so viel Freude. Welch Verfall
Verfall einer Heimat, die alles, restlos alles verlor
Menschen erlebten ihre „Aussiedlung“
Häusergiebel verloren ihr Gesicht
Artesische Brunnen, alles nur noch Erinnerung
Heimat verlor ihrer Geborgenheit leuchtendes Licht
Fremde, überall nur Fremde zu finden
Nichts mehr, wie es mal war
Keiner freut sich mehr, Veilchen zum duftenden Strauß zu binden
Heimat, ich sah dein Sterben, Jahr für Jahr
„Mein Hatzfeld“, es gibt dich nicht mehr
Die Menschen ausgesiedelt, verstreut in alle Welt
Gassen und Häuser, sie sind so fremd, oft leer
Heimat ausgelöscht, es gibt dich nicht mehr, „mein Hatzfeld“
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
14.05.2026

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