Donnerstag, 17. September 2020

Es war einmal Heimat


 

Foto:©Elisabeth Anton

 

Es war einmal Heimat                 

 

Herbst in meiner Heimat

Durch die Gassen ich geh

Gedankenverloren

Schweigend, durch den Friedhof

Traurig, allein. Vor manchem Grabstein

Fallen meine Tränen, ohne mich zu fragen

Herz und Verstand weinen

Weil sie sichtbar, spürbar, erkennen

Dass nicht nur die Menschen

Leider, auch ihre Grabsteine sterben

Im Wind der Jahreszeiten

Im Schritt der Vergänglichkeit

Wenn einst blühende Heimat

Nur noch ein Gräbermeer

Wo selbst die Bilder der Grabsteine

Allein im Meer der Gräser

Vom Wind des Vergessens umarmt

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

            13.09.2020

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