Foto:©Elisabeth Anton
Es war einmal Heimat
Herbst in meiner Heimat
Durch die Gassen ich geh
Gedankenverloren
Schweigend, durch den Friedhof
Traurig, allein. Vor manchem Grabstein
Fallen meine Tränen, ohne mich zu fragen
Herz und Verstand weinen
Weil sie sichtbar, spürbar, erkennen
Dass nicht nur die Menschen
Leider, auch ihre Grabsteine sterben
Im Wind der Jahreszeiten
Im Schritt der Vergänglichkeit
Wenn einst blühende Heimat
Nur noch ein Gräbermeer
Wo selbst die Bilder der Grabsteine
Allein im Meer der Gräser
Vom Wind des Vergessens umarmt
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
13.09.2020
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