Samstag, 31. Januar 2026

Erschreckend, unsere Welt, seit Großmutter mir von „ihrer Jugendzeit“ erzählt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

 

Erschreckend, unsere Welt, seit Großmutter mir von „ihrer Jugendzeit“ erzählt

 

Oft habe ich es nicht verstanden

Wenn Großmutter mir „von früher“ erzählt

So vieles von damals nicht mehr vorhanden

Menschen und Zeiten haben anderes gewählt

 

Großmutter erzählte mir von gelebtem Brauchtum

Von Ehrfurcht vor Muttersprache, dem Alter

Dass nicht Geld der wichtigste Reichtum

Sondern die Liebe, dass sie über alles, für alle, wohltuender Seelenverwalter

 

Großmutter erzählte mir von gelebter Nachbarschaft, Dank und Zufriedenheit

Man freute sich, wenn das Christkind an alle gedacht

Man war dankbar und zufrieden, für jede Kleinigkeit

Damals, zu ihrer Zeit, da waren Glaube, Liebe, Ehrlichkeit, eine edle Macht

 

Heute, nach so vielen Jahren

Sehe ich, wie sie sich verändert, die Menschheit

Auch meine Generation noch ehrlich, fleißig, dankbar waren

Heute, als ob alles nur noch eine Sünde der Zeit

 

Als ob man sie vergessen, die Liebe, die Dankbarkeit

Man sieht sie kaum, oft kennt man die Nachbarn nicht

Man war dankbar, lebte Zufriedenheit

War froh, gab es noch Petroleum für das Petroleumlicht

 

Die gute alte Petroleumlampe, sie begleitete noch meine Kindheit

Wenn kein Strom, schenkte sie uns ihr strahlendes Licht

Sie erleuchtete in der Nacht jede Dunkelheit

Edle Werte wurden gelebt, die Liebe vergaß man nicht

 

Heute, heute noch so viele dazu fähig

Noch immer, den Gräueltaten der Kriege zuzusehen, den Frieden nicht gewählt

Obwohl sie die Macht, all diese Gräueltaten zu beenden, täglich

So verändert, unsere Welt, seit Großmutter mir aus ihrem Leben erzählt

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                 20.01.2026

 

 

 

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