Heimat, die Walze der Geschichte,
sie löschte dich aus
Am Brunnen
dort, auf der alten Eisenkette
Dreht sie
sich mit, die Zeit
Jahreszeiten
gleiten, als ob um die Wette
Heimatwelt,
welch Geborgenheit
Diese
uralte Brunnenkette, sie drehte sich
Um diese
Holzwalze - tagein, tagaus
Wasser
vorhanden, wie selbstverständlich
Für Garten,
Vieh - jahrein, jahraus
Welch
Reichtümer, in meinem Elternhaus
Wo Heimat
ihre Geborgenheit verteilt
Katze
schlief in der Sonne, Hund hütete sein Haus
Voller
Ehrfurcht, in dieser Traumwelt ich verweilt
Ich atmete
so gerne diesen Duft
Von frisch
gemähtem Klee
Diese
Tomaten-, Salat- und Blumenluft
Welch Reichtum
pur, wo ich geh und steh
Die
Schönheit von blühenden Kirschbaumkronen
Was saugte
man sie in vollen Zügen auf
Was war es
so schön daheim, in der Spengelgass´ zu wohnen
Was war er
so göttlich, dieser Stunden Sekundenlauf
Hühner
gackern, Tauben gurren, grunzende Schweine
Welch
Naturgedicht, in Edelsteinreichtum
Hier,
daheim, fand jeder das Seine
Meine Heimat,
welch unantastbares Heiligtum
Dennoch,
der Geschichte unbarmherziges Rad
Wie
tonnenschwere Eisenwalze über Heimat und Erinnerung
Hatzfeld,
deiner Ahnen so reiche, so edle Saat
Vom Rad der
Geschichte geplündert - so ohne Wiederkehr, ohne Hochachtung…
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
21.11.2013
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