Donnerstag, 9. August 2018
Abschied von der Heimat...
Abschied von der Heimat…
Stummer Schatten, gestreichelt vom Wind
Dort, durchs Friedhofstor sein Weg ihn führt
Er geht von Grab zu Grab - ob Mann, Frau oder Kind
Seine Tränen fallen, der Schatten zutiefst berührt
Er schaut auf manch verblassten Namen
Auf Bilder, die manch´ Grabstein „geschmückt“
„Alle, sie alle, ungewollt hierher kamen.“
Flüsterte der Schatten. Zum Holzkreuz er sich bückt
Dann, dann kniete er nieder
Faltete zum Gebet seine Hände
Zitternd legt er vors Holzkreuz seinen Flieder
Tränen fallen auf seine betenden Hände
„Ein unbekannter Soldat, hier begraben.
Einst treu gedient, seinem Vaterland.“
Von weither singen vorüberfliegende Raben
Traurigkeit reicht dem Schicksal ihre Hand
Der Schatten weint bitterliche Tränen
Er weiß, hier im Grabe liegt einer Mutter Kind
Wie oft wird sie den Namen ihres Sohnes wohl erwähnen
Und hoffte, hofft, auf eine Nachricht vom Wind
Millionen Kriegsgräber ersticken unsere Welt
Traurige Zeugen, von der Weltmächte Skrupellosigkeit
Der Schatten geht, das Friedhofstor fällt
Ins Schloss. Dort, wo sie zuhause, die Ewigkeit…
………..
Ich drehte mich zum Sonnenuntergang, faltete noch einmal die Hände zum Gebet,
suchte mein Zuhause, das längst eingeäschert von der Geschichte der Macht der Mächtigen - denen Muttersprache, Heimat, Freiheit und Gerechtigkeit für alle ein Fremdwort, bis heute…
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
02.02.2018
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