Freitag, 10. August 2018

Welch trauriger Beweis...

















Welch trauriger Beweis…    
                      
In Gedanken bin ich zuhause
Gehe von Grabstein zu Grabstein
Meine Tränen machen keine Pause
Wie kann das alles möglich sein

In nicht mal vierzig Jahren
Ausgelöscht, die Heimat vieler Generationen
Die einst so fleißig, so stolz waren
Weil Heimat erschaffen, auch Zuhause für andere Nationen

Friedlich lebten sie nebeneinander
Nicht Nation, der Name wurde genannt
Der Völkerwanderungen Durcheinander
Hat alles zerstört, was einst als „Heimat“ bekannt

Nun stehe ich da, auf dem Friedhof meiner Heimat
Grabsteine verwaist, Blumen auf den Gräbern weinen
Welch Schicksal doch manche Nation hat
Obwohl die Sonne so gütig, für alle will scheinen

Von Grabstein zu Grabstein wird mir klar
Ich stehe vor dem Buch heimatlicher Vergänglichkeit
Was vor 40 Jahren noch undenkbar war
Erlebe ich heute, als ob nie dagewesene Zeit

Meine Heimat, Landsleute, Brauchtum, Lebensglück
Alles in der Welt „verteilt“, alles geopfert, verloren
Weil Freiheit ersehnt. Der Geschichte tragisches Erinnerungsstück
Und hier, hier war meine Heimat, da ward´ ich geboren…

Welch Beweis von Machtgier und Skrupellosigkeit der Wirtschaftsmächtigen…

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
      21.01.2018



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