Ich streue Rosen auf
die Wege „seiner Welt“…
Für Helmuth
Oft schon, sehr oft, habe ich mir die Frage gestellt
Wer hat mir diese Tränen auf meine Wege verteilt
Wer hat für mich dieses unsagbar tiefe Leid bestellt
Und dennoch die Hoffnung bei mir verweilt
Im Herzen Tränen, hilflos tiefe Traurigkeit
Die Augen versuchen dennoch das Licht der Sonne zu sehen
Die Seele, an das Gute zu glauben. Den Weg der Hoffnungslosigkeit
Den wollte ich nie und werde ihn auch nicht gehen
Mit den Tränen in den Augen suche ich das Licht
Gehe auf Wanderschaft, das Glück des Zufriedenseins zu
berühren
Aufgeben, einfach aufgeben, werde ich nicht
Das würde mich und alle in den Wahnsinn führen
Auch mit Tränen in den Augen kann ich, muss ich, weitergehen
Weil mein Schritt die Erde, das Moos, den Stein und die Pfützen
spürt
Ich versuche immer aufrecht vor den Tragödien meiner
Schicksale zu stehen
Freude, das Glück zu leben, solange mich die Hoffnung des
Lebens berührt
Weitergehen, einfach weitergehen heißt mein Ziel
Ohne zu fragen, was für mich am Ende des Weges steht
Es sieht so aus, als gab mir das Leben ein schweres Spiel
Wo das Glück dennoch seine seltsamsten Wege geht
Ich bekam die große Liebe, das größte Glück, Leid und
Unglück
Mein Herz weinte einst im Glück, beherbergt jetzt der Tränen
stilles Zuhaus
Ich lebte alle Jahreszeiten eines Lebens, mal ein Vorwärts,
mal ein Zurück
Ich zündete die Kerzen der Liebe an und das Leben löschte mir
sie aus
Ich stehe mitten im Leben auf seinen Wellen von Sein,
Schmerz und Traurigkeit
Ich pflastere dennoch unsere Stunden mit Liebe, Glück, umarmender
Geborgenheit
Wenn ich Gedanken durchblättere, spüre ich meines Lebens
edelste Jahreszeit
Deren Farbenbogen mir zeigt, dass jedes Leben seine eigene
Einzigartigkeit
Mit meinem Schmerz tief in der Seele, mit meinen
Schicksalstragödien
Gehe ich weiter, hebe, ab und zu, die Last dieses Leids
wieder Richtung Sternenzelt
Ich schöpfe Kraft aus glücklich gelebten Jahren, unserer
Stunden Sommermelodien
Lebe Herbst mit Nebelschleier, schenke Glück, streue
Rosen auf die Wege „seiner Welt“…
©Elisabeth Anton,
Speyer / Hatzfeld
08.07.2007
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