Was soll SIE mit „dem Frieden“…?
Schicksal
einer Mutter, einer Frau
Viele Jahrzehnte schon vor den Trümmern ihres
Lebens
Seit sie vor dem Grab ihrer Lieben weint
All ihre Hoffnung, Träume – sie waren
vergebens
Seit langem, ihre Sonne nicht mehr scheint
Auch Sterne erloschen, auch das Mondlicht
Wenn sie in einsamen Nächten um ihre Lieben
weint
Wie lange sie weinen wird, das weiß sie nicht
Weil niemand weiß, wie lange sein Lebenslicht
scheint
Jeden Morgen steht sie vor dem Grabesstein
Wo Söhne und Mann begraben liegen
Musste dieser Krieg wahrhaftig sein
Wer kann behaupten, dass Kriegsende ein
Siegen
Ihre drei Söhne, ihr Mann – „gefallen“ an der
Front
Für Vaterland oder für wessen „Triumpf“
Sie spürt nur noch, welch Schmerz in ihrem
Herzen wohnt
Manch Kamerad Brustschuss, beerdigt in Feld,
Wald, Sumpf
Ihre vier Toten hat man ihr nach Hause
gebracht
Vier Särge - für eine Mutter, eine Frau –
zerbrachen ihr Leben
So oft hat sie an Hoffnung und Glück gedacht
Leider, ihren Lieben ward´ dies nicht gegeben
Jeden Morgen weint sie vor dem weißen Grabesstein
Vier eingravierte Namen, alles, was ihr
geblieben vom Leben
Was hilft ihr die Friedenszeit, wenn sie mutterseelenallein
Weil der Krieg ihr alles genommen, was ihrem Dasein
Sinn gegeben…
Drei Söhne, ihr Mann, hat der Krieg ihr
genommen – einer Mutter, einer Frau
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
07.03.2019
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