Freitag, 8. März 2019

Was soll SIE mit "dem Frieden"...?



















Was soll SIE mit „dem Frieden“…?               
 Schicksal einer Mutter, einer Frau


Viele Jahrzehnte schon vor den Trümmern ihres Lebens
Seit sie vor dem Grab ihrer Lieben weint
All ihre Hoffnung, Träume – sie waren vergebens
Seit langem, ihre Sonne nicht mehr scheint

Auch Sterne erloschen, auch das Mondlicht
Wenn sie in einsamen Nächten um ihre Lieben weint
Wie lange sie weinen wird, das weiß sie nicht
Weil niemand weiß, wie lange sein Lebenslicht scheint

Jeden Morgen steht sie vor dem Grabesstein
Wo Söhne und Mann begraben liegen
Musste dieser Krieg wahrhaftig sein
Wer kann behaupten, dass Kriegsende ein Siegen

Ihre drei Söhne, ihr Mann – „gefallen“ an der Front
Für Vaterland oder für wessen „Triumpf“
Sie spürt nur noch, welch Schmerz in ihrem Herzen wohnt
Manch Kamerad Brustschuss, beerdigt in Feld, Wald, Sumpf

Ihre vier Toten hat man ihr nach Hause gebracht
Vier Särge - für eine Mutter, eine Frau – zerbrachen ihr Leben
So oft hat sie an Hoffnung und Glück gedacht
Leider, ihren Lieben ward´ dies nicht gegeben

Jeden Morgen weint sie vor dem weißen Grabesstein
Vier eingravierte Namen, alles, was ihr geblieben vom Leben
Was hilft ihr die Friedenszeit, wenn sie mutterseelenallein
Weil der Krieg ihr alles genommen, was ihrem Dasein Sinn gegeben…

Drei Söhne, ihr Mann, hat der Krieg ihr genommen – einer Mutter, einer Frau

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
           07.03.2019

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