Freitag, 8. März 2019

Weil sie die Rosen ihres Lebens auf den Sarg ihres Kindes gelegt




















Weil sie die Rosen ihres Lebens auf den Sarg ihres Kindes gelegt    





Muss eine Mutter hinab ins Grab ihres Kindes schauen

Liegt ihr Leben, in nicht mehr zu kittenden Scherben

Ihre Welt ist nie mehr wie früher, nie mehr aufzubauen

Sie hat nichts mehr zu verlieren, nichts mehr zu vererben



Wenn eine Mutter ins Grab ihres Kindes schaut

Kann niemand ihre bleiernen Tränen zählen

So oft hat sie dem Glück, dem Leben vertraut

Es blieb ihr keine Chance mehr, auch nicht zu wählen



Muss eine Mutter, die Rosen auf den Sarg ihres Kindes legen

Weil das Schicksal sie getroffen, mitten ins Herz

Nichts und niemand kann dieses Leid je wegfegen

Niemand kann ihn trösten, diesen ewigen Schmerz



Wenn eine Mutter hinab ins Grab ihres Kindes schaut

Kann niemand ihre schmerzhaften Tränen zählen

So oft hat sie dem Himmel, dem Leben vertraut

Jetzt, ohne Chance, auch nur irgendeinen Lichtstrahl zu wählen



Weil sie die Rosen ihres Lebens auf den Sarg ihres Kindes gelegt



 ©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

         06.03.2019






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