Weil sie die Rosen ihres Lebens auf den Sarg ihres Kindes gelegt
Muss eine Mutter hinab ins Grab ihres Kindes
schauen
Liegt ihr Leben, in nicht mehr zu kittenden Scherben
Ihre Welt ist nie mehr wie früher, nie mehr
aufzubauen
Sie hat nichts mehr zu verlieren, nichts mehr
zu vererben
Wenn eine Mutter ins Grab ihres Kindes schaut
Kann niemand ihre bleiernen Tränen zählen
So oft hat sie dem Glück, dem Leben vertraut
Es blieb ihr keine Chance mehr, auch nicht zu
wählen
Muss eine Mutter, die Rosen auf den Sarg ihres
Kindes legen
Weil das Schicksal sie getroffen, mitten ins
Herz
Nichts und niemand kann dieses Leid je wegfegen
Niemand kann ihn trösten, diesen ewigen Schmerz
Wenn eine Mutter hinab ins Grab ihres Kindes
schaut
Kann niemand ihre schmerzhaften Tränen zählen
So oft hat sie dem Himmel, dem Leben vertraut
Jetzt, ohne Chance, auch nur irgendeinen
Lichtstrahl zu wählen
Weil sie die Rosen ihres Lebens auf den Sarg
ihres Kindes gelegt
©Elisabeth Anton,
Speyer / Hatzfeld
06.03.2019
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