Donnerstag, 16. Mai 2019

Heimat, so oft denke ich an "unser Glück"



















Heimat, so oft denke ich an „unser Glück“  


Der Herrgott setzte einst ein Fleckchen Erde
Hoch hinauf, als ob auf seinen Himmelsthron
Und sprach: „Heimat aus dir werde
Ehrfurcht und Dank sei dein Lohn

Die Sterne leuchten dir Weg und Ziel
Die Engel hüllen dich in ihre Flügel ein
Hatzfeld, deine Wege mögen Glück sein, Liebe und Spiel
Gedeihe! Der Himmel lässt dich nie allein.“

So ward einst meine Heimat geboren
Da, wo Würmer sich aalen im plätschernden Regen
Maulwurfshügel sich bewegen – ob Leben bekommen oder verloren
Wo Rosen wie funkelnde Sterne die Erde preisen, auch im Regen

Da, wo dich Nachbarn, die Gassen unsichtbar tragen
Dich umarmen, wenn irgendein Leid dich berührt
Da, wo man dich als Mensch kennt, ohne dich zu fragen
Wo man dich vermisst, wenn dein Tag dich mal außerorts geführt

Da, wo die Menschen dich nie allein gelassen
Wo Nachbarn, Freunde dich umarmt in Freud und Leid
Da, wo man Menschsein gelebt, nicht das Hassen
Da, wo deine Kirche, deine unbeschwerte Kindheit

Da, wo dein Taufbecken in der Stille der Kirche steht
Um Erinnerungen zu tragen, deren Zeiten golden Seelenglück
Da, wo die Sonne jeden Morgen hocherfreut am Horizont steht
Da ist mein Hatzfeld. Heimat, so oft denke ich an „unser Glück“…

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
           16.05.2009



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Töten, Töten auch zur Weihnachtszeit

                  Foto:©Elisabeth Anton     Töten, Töten auch zur Weihnachtszeit                                     Wer kann das verant...