Der Herrgott setzte einst ein Fleckchen Erde
Hoch hinauf, als ob auf seinen Himmelsthron
Und sprach: „Heimat aus dir werde
Ehrfurcht und Dank sei dein Lohn
Die Sterne leuchten dir Weg und Ziel
Die Engel hüllen dich in ihre Flügel ein
Hatzfeld, deine Wege mögen Glück sein, Liebe und Spiel
Gedeihe! Der Himmel lässt dich nie allein.“
So ward einst meine Heimat geboren
Da, wo Würmer sich aalen im plätschernden Regen
Maulwurfshügel sich bewegen – ob Leben bekommen oder
verloren
Wo Rosen wie funkelnde Sterne die Erde preisen, auch im Regen
Da, wo dich Nachbarn, die Gassen unsichtbar tragen
Dich umarmen, wenn irgendein Leid dich berührt
Da, wo man dich als Mensch kennt, ohne dich zu fragen
Wo man dich vermisst, wenn dein Tag dich mal außerorts geführt
Da, wo die Menschen dich nie allein gelassen
Wo Nachbarn, Freunde dich umarmt in Freud und Leid
Da, wo man Menschsein gelebt, nicht das Hassen
Da, wo deine Kirche, deine unbeschwerte Kindheit
Da, wo dein Taufbecken in der Stille der Kirche steht
Um Erinnerungen zu tragen, deren Zeiten golden Seelenglück
Da, wo die Sonne jeden Morgen hocherfreut am Horizont steht
Da ist mein Hatzfeld. Heimat, so oft denke ich an „unser Glück“…
©Elisabeth Anton,
Speyer / Hatzfeld
16.05.2009

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