Ich buchstabiere „Heimat“
Heute will mein Heimweh wieder nach Haus
Dann will es das Wort „Heimat“ buchstabieren
Ich sehne mich nach der Zeit im Elternhaus
Wo Vieh und Vögel kostenlos musizieren
Ob spät am Abend oder früh am Morgen
Ob Tag, Nacht, Frühling oder Winterzeit
Vogelstimmenklänge begleiteten meine Sorgen
In die Sanftheit ihrer Stimmen gehüllt, welch Geborgenheit
Dort, dort in meiner Spengelgass´, in meinem Hatzfeld
Dort, dort lebte ich Natur und Menschsein, täglich zu spüren
Es sangen die Vögel, die Kinder spielten, es blühten Garten,
Feld
Dort, dort konnte ich Leben, Natur, Erde und Sein berühren
Will mein Heimweh das Wort „Heimat“ buchstabieren
Dann geht meine Sehnsucht auf Reisen, nach Hause, nach
Hatzfeld
Dorthin, wo einst Menschen noch zum Namenstag gratulieren
Heimat, du edles Stück Leben, du Erde, so reich an Wiesen, Gärten,
Feld
Ich sehe mich, durch die Gassen, Felder gehen
Berühre, mit streichelndem Finger die Blumenkelche am Wegrand
Ich sehe mich vor den Gräbern meiner Freunde stehen
Heimat, in Gedanken reich ich unseren Erinnerungen die Hand
Ich habe Heimweh, sehne mich nach Hause, nach Hatzfeld
Spüre, wie die Kirchturmglocken ihre Geschichte verlieren
Ich weine, schaue über Gassen, Friedhof, Wiesen, das
schweigende Feld
Wenn Heimweh mich erstickt, versuche ich, ganz leise, „Heimat“
zu buchstabieren…
©Elisabeth Anton, Speyer
/ Hatzfeld
29.01.2009

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