Machtlos, wenn
Erinnerungen einfach sterben
Wenn die Erinnerungen mal, alle, einfach sterben
Und die Gassen tragen ein fremdes Gesicht
Wenn keiner mehr da, nur der Geschichte Erben
Hat die Vergänglichkeit gezeigt, was sie verspricht
Wenn unserer Ahnen Fleiß, ihre Liebe zur Heimat nicht mehr
sichtbar
Wenn nur noch hie und da ein altes Mahnmal steht
Dann, die Vergänglichkeit, skrupellos, ihre Gegenwart gebar
Meine Heimat, still und wortlos, durch die Winterzeit ihrer
Geschichte geht
Hatzfeld, du einst so blühende Stadt, traute Heimat voller Glück
Was hast du die Menschen mit Freude, Güte, Brauchtum umarmt
Dein Gesicht von damals verloren. Sie kommt nie mehr zurück
Die Zeit, in der ein Nachbar, bedingungslos, sich deiner
erbarmt
Selbst die Feldwege, sie bieten ein anderes, fremdes Bild
Sie fehlen seit langem, die farbenfrohen Wildblumen am
Wegrand
Wer hat wohl, auf mein Hatzfeld, mit „diesem Pfeil“ gezielt
Blühende Heide, einst so voller Leben. Heute, schweigt
selbst der Sand
Wo sind sie nur hin, deine Menschen, deine Jahre, dein
Gesicht
Heimat, Heimat kann man nicht kaufen, nirgendwo erwerben
Man ist so machtlos, wenn die Geschichte ihr Urteil spricht
Und zusehen muss, wie Erinnerungen, still und wortlos, einfach
sterben…
©Elisabeth Anton,
Speyer / Hatzfeld
06.02.2009

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