Sonntag, 19. Mai 2019

Wenn nur noch Scherben bleiben


















Wenn nur noch Scherben bleiben                                                     





Wenn die Einsamkeit nur noch Höllenqualen

Jede Nacht, nur ein schweigendes Tränenmeer

Kann der Frühling die Welt noch so farbenreich bemalen

In meinem Leid sehe ich diese Schönheiten nicht mehr



Ich rieche den wunderbaren Blumenduft

Es streichelt der laue Frühlingswind mein Gesicht

Singende Vögel fliegen durch die Frühlingsluft

Ich sehe und höre und staune nicht



Tief in meiner stummen Gedankenwelt

Wohnt einsam verlassen mein Ich begraben

Mit der Frage: "Warum hast Du mir diesen Schmerz bestellt

Gehören sie jemals mir, deiner Liebe Zärtlichkeitsgaben?"



Spüren, dass die große Liebe meines Lebens

Ehrlichkeit und Angst vor der eigenen Gefühle Macht

Dass alles im Leben, alles, restlos vergebens

Wenn man aus der großen Liebe seines Lebens die eigenen Scherben macht



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

         22.04.2004

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