Donnerstag, 23. Mai 2019

Züge, kommen auch an...















Züge, kommen auch an…           

           



Die Sonne geht auf, wieder unter – am Horizont

Der Morgen begrüßt den Tag, der Abend seine Nacht

Auf und in der Erde, in der Luft, im Wasser das Leben wohnt

Diese unsichtbare Göttlichkeit hat unsere Erde zum Paradies gemacht



Die Züge fahren nicht nur ab, sie kommen auch an

Das Meer kennt die Ebbe und auch die Flut

Vergänglich das Farbenspiel der Baumkronen, grün der Tann´

Die Erde lebt, die Erde schenkt, die Erde ruht



Es gibt den Clown und den Schneemann

Es gibt die Prinzessin, Gräfin und die Bettlerin

Das Genie allwissend, was ein anderer nie kann

Es gibt vergeudete Zeit und Stunden voller Sinn



Es gibt die Freude mit ihrem Lachen, das Leid mit seinen Tränen

Es gibt das Spiel der Gewinner und das der Verliererseite

Manch einer vegetiert, ohne das Wort „Zeit“ mal zu erwähnen

Der Eine liebt die Enge des Tales, der Andere der Felder Weite



Es gibt Veilchen, Rosen, im Winter blüht der Ginster

Es gibt die vier Jahreszeiten und die Ewigkeit

Es gibt Nächte voller Sterne und Nächte, die finster

Es gibt des Alters Winter und seine blühende Jugendzeit



Es gibt das Feuer und seine faszinierende Flammenglut

Es gibt die Sonne für den Tag, die Nacht hat ihren Mond

Es gibt kein Tag ohne Nacht, keine Ebbe ohne Flut

Keiner weiß, wer uns mit so viel Wunder belohnt



Es gibt diese wunderbare Erde, diese unsere reiche Welt

Es gibt das Glück, die Tragik. Man lebt, wie man kann

Die Menschen so undankbar für alles, was Erde uns bereitgestellt

Eines wird bleiben: Züge fahren nicht nur ab, sie kommen auch an…



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

           28.01.2009




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