Erinnerungen - Halt und Trost für mein Heimweh
Endlich wieder
daheim. Morgengrauen winkt von draußen
In Gedanken
rolle ich meine Erinnerungen auf
Unverändert
mancher Giebel. Felsenfest nach außen
Dahinter eine
Ruine. Haus verfallen, Hausnummer obendrauf
Die Hunde
bellen vereinzelt durch den Morgen
Hähne krähen
aus den Nachbarshöfen. Morgenmelancholie
Die Schwalben
zwitschern, als ob sie ohne Sorgen
Erinnerungen
tief in meiner Seele - ich lebe sie, vergesse nie
Ein alter
Holzwagen rattert über jeden Gassenpflasterstein
Der Greis
gebeugt, zieht das Holz für seinen Herd, mit diesem Wagen
Wie grausam können
Leben und Schicksal manchmal sein
Blumen,
Schwalbengezwitscher, aber keine Antwort auf meine Fragen
Ich genieße
Heimatluft. Ich atme die Kraft von Sein und Zeit
Erlebe, voller
Wohltat, diese Stunden in Hatzfeld
Ich genieße
diese wohltuende heimatliche Geborgenheit
Meine
Erinnerungen an Menschen, Gassen, Wiesen, Feld
In heimatlicher
Umarmung lebe ich Glück und Geborgensein
Unbeschreiblich
diese Gefühle. Man muss sie einfach leben
Schweigend gehe
ich zum Friedhof. Auch dort weine ich allein
Frage mich,
warum manchen so wenig Zeit ward gegeben
Ich bin ihnen
so dankbar - dem Himmel, dem Leben
Dass ich
endlich wieder zuhause, in der Heimat darf sein
Von
Blumenzauber, Heimatluft, Hundebellen, Hahnenschrei umgeben
Lebe ich diese
Welt. Erinnerung, sie wird Trost und Halt meinem Heimweh sein…
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
11.06.2005

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