Samstag, 8. Juni 2019

Erinnerungen - Halt und Trost für mein Heimweh



















Erinnerungen - Halt und Trost  für mein Heimweh                                   


Endlich wieder daheim. Morgengrauen winkt von draußen
In Gedanken rolle ich meine Erinnerungen auf
Unverändert mancher Giebel. Felsenfest nach außen
Dahinter eine Ruine. Haus verfallen, Hausnummer obendrauf

Die Hunde bellen vereinzelt durch den Morgen
Hähne krähen aus den Nachbarshöfen. Morgenmelancholie
Die Schwalben zwitschern, als ob sie ohne Sorgen
Erinnerungen tief in meiner Seele - ich lebe sie, vergesse nie

Ein alter Holzwagen rattert über jeden Gassenpflasterstein
Der Greis gebeugt, zieht das Holz für seinen Herd, mit diesem Wagen
Wie grausam können Leben und Schicksal manchmal sein
Blumen, Schwalbengezwitscher, aber keine Antwort auf meine Fragen

Ich genieße Heimatluft. Ich atme die Kraft von Sein und Zeit
Erlebe, voller Wohltat, diese Stunden in Hatzfeld
Ich genieße diese wohltuende heimatliche Geborgenheit
Meine Erinnerungen an Menschen, Gassen, Wiesen, Feld

In heimatlicher Umarmung lebe ich Glück und Geborgensein
Unbeschreiblich diese Gefühle. Man muss sie einfach leben
Schweigend gehe ich zum Friedhof. Auch dort weine ich allein
Frage mich, warum manchen so wenig Zeit ward gegeben

Ich bin ihnen so dankbar - dem Himmel, dem Leben
Dass ich endlich wieder zuhause, in der Heimat darf sein
Von Blumenzauber, Heimatluft, Hundebellen, Hahnenschrei umgeben
Lebe ich diese Welt. Erinnerung, sie wird Trost und Halt meinem Heimweh sein…

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
        11.06.2005

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