Mittwoch, 5. Juni 2019

Schwer, das ist dieses Alleinsein, diese Einsamkeit




















Schwer, das ist dieses Alleinsein, diese Einsamkeit        

       Alzheimer, das Tor zur Wahrheit





Schicksal trifft dich immer mitten ins Herz

Stellt alles auf den Kopf – Träume, dein Leben

Du allein spürst und lebst diesen unheilbaren Schmerz

Der dir, Zeit deines Lebens, für immer gegeben



Und wenn dann, „mit Beiden“, immer nur allein

Allein mit dir und deinem tief wühlenden Schmerz

Weil Familie, Freunde einst da nur „zum Schein“

Das tut weh, das bricht nicht nur ein Herz



Familie, Freunde, sie können Halt und Kraft geben

Dich auffangen mit der Wohltat von Wort, Präsenz, Verstehen

Weh tut es nicht nur, weil dir dieses Leid gegeben

Es schmerzt, wenn Familie, Freunde nicht zu dir stehen



So allein durch diesen Weg, wie durch einen Irrgarten

Dessen Rosen ihre Pracht verloren, nur noch Dornen tragen

Du bist immer allein, brauchst auf keinen mehr zu warten

Alle ferngeblieben, fern meinem Schmerz, meinen Fragen



Das ist der Weg, der so bitter schwer, allein zu gehen

Wenn Familie, Freunde, Menschen an deiner Seite fehlen

Nachts, wenn die Sterne so leuchtend am Himmel stehen

Hatte ich oft den Wunsch, auch nur einen für uns zu stehlen



Nur einen zu stehlen, damit er uns trägt, weit durchs Himmelszelt

Dass wir uns freuen, am Schein des Mondes, der Sterne Licht

So oft haben meine Tränen mir diesen Wunsch bestellt

Immer mit sich allein, Schweigen in der Einsamkeit, das zerbricht…



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

            12.02.2009


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