Schwer, das ist dieses Alleinsein, diese
Einsamkeit
Alzheimer, das Tor zur Wahrheit
Schicksal trifft dich immer mitten ins Herz
Stellt alles auf den Kopf – Träume, dein Leben
Du allein spürst und lebst diesen unheilbaren Schmerz
Der dir, Zeit deines Lebens, für immer gegeben
Und wenn dann, „mit Beiden“, immer nur allein
Allein mit dir und deinem tief wühlenden Schmerz
Weil Familie, Freunde einst da nur „zum Schein“
Das tut weh, das bricht nicht nur ein Herz
Familie, Freunde, sie können Halt und Kraft geben
Dich auffangen mit der Wohltat von Wort, Präsenz, Verstehen
Weh tut es nicht nur, weil dir dieses Leid gegeben
Es schmerzt, wenn Familie, Freunde nicht zu dir stehen
So allein durch diesen Weg, wie durch einen Irrgarten
Dessen Rosen ihre Pracht verloren, nur noch Dornen tragen
Du bist immer allein, brauchst auf keinen mehr zu warten
Alle ferngeblieben, fern meinem Schmerz, meinen Fragen
Das ist der Weg, der so bitter schwer, allein zu gehen
Wenn Familie, Freunde, Menschen an deiner Seite fehlen
Nachts, wenn die Sterne so leuchtend am Himmel stehen
Hatte ich oft den Wunsch, auch nur einen für uns zu stehlen
Nur einen zu stehlen, damit er uns trägt, weit durchs
Himmelszelt
Dass wir uns freuen, am Schein des Mondes, der Sterne Licht
So oft haben meine Tränen mir diesen Wunsch bestellt
Immer mit sich allein, Schweigen in der Einsamkeit, das
zerbricht…
©Elisabeth Anton,
Speyer / Hatzfeld
12.02.2009
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen