Trage sie tief in
deinem Herzen, deine Muttersprache
Ob die Menschen das noch ahnen, sehen
Welche Sprache sie heute, wie, sprechen
Oder alle nur einfach durch die Zeit gehen
Wenn Nachrichtenhöhepunkte das tägliche Verbrechen
Haben die Menschen überhaupt noch Ehrfurcht
Vor ihrer Muttersprache, unserer Seele Heiligtum
Was die Zeit so bietet, als ob die Menschen keine Furcht
Ob es Betrug, Mord, Hunger, Krieg, Elend oder Reichtum
Schaut die Menschheit überhaupt noch auf ihren Sprachschatz
Kinder sitzen in der Schule, zu vielen bleibt das Leben fremd
Oft nicht fähig ihn korrekt auszusprechen, einen einzigen
Satz
Manchen das Überleben wichtig, die anderen tragen
Designerhemd
Die Menschen, so scheint es, manch Gleichgewicht verloren zu
haben
Das Gleichgewicht zwischen edlen Werten, Sprache, Glück,
Zufriedenheit
Unwichtig geworden unserer Muttersprache Zierde, ihre
Bedeutungsgaben
Da rennen sie alle vorbei - am Leben, am Wort, an der Zeit
Sprache muss geliebt, gesprochen, geadelt, geehrt werden
Auf Händen getragen, will sie doch in deinem Herzen wohnen
Verändern wird sich alles - von War, Sein und Werden
Wer Muttersprache spricht, den wird die Zeit mit Wohltat belohnen
©Elisabeth Anton,
Speyer / Hatzfeld
05.02.2009
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