Montag, 10. Juni 2019

Wahre Freunde erkennst du im Leid














Wahre Freunde erkennst du im Leid  





Wenn ein Augenblick, plötzlich, alles entscheidet

Und deine Welt steht still, alles zu Ende

Keiner mehr da, von denen, die einst dich beneidet

Alle verschwunden, keiner reicht dir seine Hände



Schlägt das Schicksal zu, wahre Freunde zu erkennen

Es bleiben nur die, die von Menschlichkeit umarmt

Viele, fast alle, bei Leid und Pflicht davonrennen

Hoffe nicht, dass jemand sich deines Leids erbarmt



Jetzt, jetzt werden die Masken fallen

Jetzt kann man sehen, wo ehrlich Herz und Gesicht

Viele keine Zeit mehr, wenn keine Sektkorken mehr knallen

Jetzt erkennst du alle, die immer nur ein Doppelgesicht



Wenn auf einmal, plötzlich, in deinem Leben

Manche Krankheit ihre Macht verteilt

Dann, dann wird es nur noch die Ehrlichen geben

All diejenigen, die als wahre Freunde mit dir verweilt



Wenige nur, bleiben Freund bis zum bitteren Ende

Wenn es nicht mehr Kaffee, Kuchen gibt, Fröhlichkeit

Dann reichen nur noch die wahren Freunde beide Hände

Lassen dich nicht allein, egal wie schwer die Krankheit



Wahre Freunde, scheinen fast ausgestorben zu sein

Die Leute rennen durch den Tag, „der Mensch“ fast verloren

Ein Augenblick, nur ein Augenblick allein

Entscheidet, wo du erkennst, wer mit Herz geboren…



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

           23.02.2009




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