Montag, 8. Juli 2019

Die Zeit, diese lautlose Vergänglichkeit


















Die Zeit, diese lautlose Vergänglichkeit                   





In sanften Schritten naht der Augenblick

Einer nach dem anderen wortlos vergeht

Schweigend zieht er dahin, kommt nie zurück

Bis, irgendwann, das große Amen vor dir steht



Die Zeit, diese lautlose Vergänglichkeit

Sie dreht am Rad, in einer stillen Weise

Du hörst sie nicht, siehst nur die Jahreszeit

Die Uhr tickt, ihr Ticken ist sehr leise



Mal Morgen, Mittag, Abend, dann die Nacht

Im Karussell der Ewigkeit sich alles dreht

Kaum Frühling, schon Herbstnebel sich entfacht

Bis der letzte Wind auch nicht mehr weht



Wenn der Herbstwind sie entkleidet, die Baumkronen

Und die Schneeflocken fallen wortlos, leise

Wird die Zeit mit letztem Augenblick belohnen

Wenn sie zu Ende, deine Erdenreise



Mensch, lebe deine Jahre, Stunden, den Augenblick

Ob Sorgen schwer, ob Glück noch weit

Wenn es mal Abend, kommt der Tag nie mehr zurück

Lebe sie, beizeiten, die Stunden dieser lautlosen Vergänglichkeit



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

        05.07.2019






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