Die Zeit, diese lautlose Vergänglichkeit
In sanften Schritten naht der Augenblick
Einer nach dem anderen wortlos vergeht
Schweigend zieht er dahin, kommt nie zurück
Bis, irgendwann, das große Amen vor dir steht
Die Zeit, diese lautlose Vergänglichkeit
Sie dreht am Rad, in einer stillen Weise
Du hörst sie nicht, siehst nur die Jahreszeit
Die Uhr tickt, ihr Ticken ist sehr leise
Mal Morgen, Mittag, Abend, dann die Nacht
Im Karussell der Ewigkeit sich alles dreht
Kaum Frühling, schon Herbstnebel sich entfacht
Bis der letzte Wind auch nicht mehr weht
Wenn der Herbstwind sie entkleidet, die Baumkronen
Und die Schneeflocken fallen wortlos, leise
Wird die Zeit mit letztem Augenblick belohnen
Wenn sie zu Ende, deine Erdenreise
Mensch, lebe deine Jahre, Stunden, den Augenblick
Ob Sorgen schwer, ob Glück noch weit
Wenn es mal Abend, kommt der Tag nie mehr zurück
Lebe sie, beizeiten, die Stunden dieser lautlosen Vergänglichkeit
©Elisabeth Anton, Speyer /
Hatzfeld
05.07.2019
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