Sie liebt, leidet und schweigt
Ein neuer Tag strahlt in den Morgen
Tauben gurren, der Kuckuck ruft aus dem Wald
Sie weint – ob Sehnsucht,
ob Sorgen
Einsam ihre Stunden, die
Nacht so kalt
Sie kann diese Liebe nicht
abschalten
Sie kann nicht vergessen, zu
keiner Stunde
Sie spürt, wie schmerzhaft
der Sehnsucht Gewalten
Sie schweigt, auch wenn unheilbar diese Wunde
Im Strom steter Vergänglichkeit
Fließen auch ihre Jahrzehnte dahin
Manchmal tut sie richtig weh, die Zeit
Weil ihre Wege so finster, einsam, ohne Sinn
Sie bewundert Gräser, Blütenpracht
Sie liebt Schmetterling, Libelle, das Blumenmeer
Sie weiß, sie bleibt kalt und einsam, die Nacht
Auch wenn ihr Glas hab voll und nicht halb leer…
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
29.06.2019
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