Donnerstag, 4. Juli 2019

Sie liebt, leidet und schweigt



















Sie liebt, leidet und schweigt   





Ein neuer Tag strahlt in den Morgen

Tauben gurren, der Kuckuck ruft aus dem Wald

Sie weint – ob Sehnsucht, ob Sorgen

Einsam ihre Stunden, die Nacht so kalt



Sie kann diese Liebe nicht abschalten

Sie kann nicht vergessen, zu keiner Stunde

Sie spürt, wie schmerzhaft der Sehnsucht Gewalten

Sie schweigt, auch wenn unheilbar diese Wunde



Im Strom steter Vergänglichkeit

Fließen auch ihre Jahrzehnte dahin

Manchmal tut sie richtig weh, die Zeit

Weil ihre Wege so finster, einsam, ohne Sinn



Sie bewundert Gräser, Blütenpracht

Sie liebt Schmetterling, Libelle, das Blumenmeer

Sie weiß, sie bleibt kalt und einsam, die Nacht

Auch wenn ihr Glas hab voll und nicht halb leer…



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

        29.06.2019




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