Um den Schmerz zu tragen
Oft stelle ich mir die Frage
Wie soll ich diesen Schmerz überleben
Wenn sie so erdrückend, die Seelenlage
Versuche ich, mir Antwort zu geben
Ich muss, irgendwie, abwägen
Zwischen, was machbar möglich
Was kann ich mit „meiner Macht“ bewegen
Wer entscheidet, fragt nicht mein Ich
Im tiefsten Schmerz muss ich stark sein
Klare Gedanken suchen, wenn es auch schwer
Wenn einer gehen muss, bleibt einer allein
Mit Schmerz, Trauer, seinem Tränenmeer
Man kann sie nie beantworten, manche Fragen
Warum das Leben des anderen schon zu Ende
Man muss aufrecht bleiben, an allen Tagen
Weil wir machtlos vor des Schicksals Wende
Wenn Schicksal, Himmel oder Leben entscheiden
Muss immer einer den Schmerz überleben
Traurigkeit und Tränen, nicht zu vermeiden
Manchmal ist es nur grausam, das Leben
Denkst du, fühlst du, mitten in deinem Tränenmeer
Du kannst es nicht mehr tragen, dieses Leid
Dann schau, voller Achtung, betend zum Sternenmeer
Danke Himmel und Leben für gelebtes Glück, gelebte Zeit
WIR bestimmen weder Lebenszeit noch Schicksale
WIR sind nur hier, um alles zu erdulden, zu tragen, alles…
©Elisabeth Anton, Speyer /
Hatzfeld
09.07.2019
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