Vereist, versteinert, gestorben – alles, in unserem Zuhause
Für
Helmuth
Meine
Erinnerung, sie öffnet ihre Türen
Ich blättere
in dieser endlosen Trilogie
Augenblicke,
Stunden, Jahre, sie küren
Was uns
zutiefst berührt. Ich vergesse nie
Die große
Liebe meines Lebens
Ich durfte
ihr, deiner Liebe, begegnen
Im zarten
Alter, dein Schatten vor mir. Nichts vergebens
Das Leben
weiß, wann lässt es Sonne scheinen, stürmen, regnen
Unsere
Jahrzehnte von Liebe und Glück gekrönt
Sie prägten all
meine Jahre, mein Ich
Heute weiß
ich: Das Leben hat uns verwöhnt
Auch wenn
Schicksalsschläge kaum erträglich
Wem reiches,
hehres Glück gegeben
Muss wissen:
Jede Waage braucht, irgendwann, ihr Gegengewicht
Daher wohl,
meine vielen Tränen im Leben
Wer Glück
gelebt, muss auch weinen, lachen - wenn keine Sterne in Sicht
Jetzt, am
Ende deines Lebens, deiner Zeit
Wo Alzheimer,
dein Tod, der größte Schmerz für mich
Muss ich
sehen, wie göttlich sie war, unsere Zweisamkeit
Wir lebten
Glück am Gipfelkreuz, obwohl der Himmel traurig
Wir haben so
viel Glück bekommen
Bis deine
Alzheimer alles, restlos alles, zerstört
Selbst in dieser
Zeit, hat das Glück uns in seine Arme genommen
All „deine
Wünsche“, alle, es hat sie erhört
Am Ende,
jetzt, ganz am Ende
Stehe ich
weinend vor deinem Grab, allein
Erzähl dir
von meinem Schmerz, wie kalt die Wände
Zuhause,
„unser Zuhause“ - nun scheint es vereist, versteinert, gestorben zu sein…
©Elisabeth
Anton, Speyer / Hatzfeld
26.01.2014
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