Foto:©Elisabeth Anton
Das
kleine Licht, irgendwann…
Diagnose: „Alzheimer“
So viel Glück, schon lange nicht mehr gespürt
Welch Wohltat, im Leid nicht ganz allein zu sein
Welch Gottessegen, wenn das Glück mich berührt
Damit ich, in dieser Ausweglosigkeit, nicht mehr
allein
Wenn die Sonne als faszinierender Feuerball am
Horizont
Leben in mir, spürbar, der Hoffnung glühenden
Strahlen
Welch Wohltat, wenn Ruhe wortlos in der Seele
wohnt
Das Leben versucht, meine Welt mit Farben zu bemalen
Ein Glücksgefühl so reich, so wohltuend und erhaben
So hehr dieses Glück, so göttlich gesegnet diese
Stunden
Viele Tränen geweint, in deren Schmerz mich zu laben
Ließ sie nicht heilen, diese tief schmerzenden
Wunden
Und doch gab es, irgendwann, wieder ein Licht
Irgendwie, geschenkte Blumen in schönster Farbenpracht
Das Glück dieses Augenblicks, ich vergesse es nicht
Als der Himmel aus Leid erträglichen Schmerz
gemacht
Ich kann, irgendwie, auch dieses Schicksal tragen
Ohne, dass diese schwere Last mich ganz erdrückt
So voll beladen auch meiner Gefühle still ratternder
Wagen
Heute Morgen, mich dankbar nach einer Blume gebückt
Die Blume der Hoffnung, der Freude, in meiner Hand
Ich lebe, was mir gegeben, hadere mit dem Schicksal
nicht
Schmerz und Leid sind nicht wie goldener Meeressand
Auch sie haben ihre Zeit. Am
Horizont wieder das kleine Licht
Irgendwann…
©Elisabeth
Anton, Speyer / Hatzfeld
31.12.2005
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