Foto:©Elisabeth Anton
Das Schicksal hat
bei mir gleich zweimal geklingelt
Die Vergänglichkeit bemalt
den stillen Sonntagmorgen
Meine Gedanken
streifen die Jahre meines Lebens
Ich atme nach Kraft,
nach Tränen, für meine Sorgen
Mein Schmerz allmächtig,
Weinen scheint vergebens
Ich denke nach, was
ich wohl falsch gemacht
Warum das Schicksal
mich gleich zweimal berührt
Ich erinnere mich an
Zeiten, wo wir noch gemeinsam gelacht
Auch mit Sorgen um unser
Kind, haben wir das Glück gespürt
Dann klingelte das
Schicksal ein zweites Mal, an meiner Tür
Brachte mir die
grausamste, die grausamste von allen Sorgen
Sinnlos sich zu fragen,
warum DU Alzheimer, weshalb, wofür
Der Tag geht, die Nacht
lebt, bringt neuen Morgen
Doppeltes Leid, es lässt
mich weinen, verzweifelt, traurig sein
Es war so schön unser
Leben, wenn oft auch bitter schwer
Warum ließ das Schicksal
mich mit all dem Schmerz allein
Warum gleich zweimal?
Warum gleich so unerträglich, bitter schwer
Zweimal hat das
Schicksal geklingelt, für mich
Zweimal schenke es
mir unvorstellbares, tiefstes Leid
Warum? Warum klingelte
das Schicksal gleich zweimal, für mich
Ich bete um Kraft, meine
Pflichten zu erfüllen, für beide, bis ans Ende der Zeit
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
17.04.2009
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