Sonntag, 4. August 2019

Das Schicksal hat bei mir gleich zweimal geklingelt
















 
Foto:©Elisabeth Anton


Das Schicksal hat bei mir gleich zweimal geklingelt                    







Die Vergänglichkeit bemalt den stillen Sonntagmorgen

Meine Gedanken streifen die Jahre meines Lebens

Ich atme nach Kraft, nach Tränen, für meine Sorgen

Mein Schmerz allmächtig, Weinen scheint vergebens



Ich denke nach, was ich wohl falsch gemacht

Warum das Schicksal mich gleich zweimal berührt

Ich erinnere mich an Zeiten, wo wir noch gemeinsam gelacht

Auch mit Sorgen um unser Kind, haben wir das Glück gespürt



Dann klingelte das Schicksal ein zweites Mal, an meiner Tür

Brachte mir die grausamste, die grausamste von allen Sorgen

Sinnlos sich zu fragen, warum DU Alzheimer, weshalb, wofür  

Der Tag geht, die Nacht lebt, bringt neuen Morgen



Doppeltes Leid, es lässt mich weinen, verzweifelt, traurig sein

Es war so schön unser Leben, wenn oft auch bitter schwer

Warum ließ das Schicksal mich mit all dem Schmerz allein

Warum gleich zweimal? Warum gleich so unerträglich, bitter schwer



Zweimal hat das Schicksal geklingelt, für mich

Zweimal schenke es mir unvorstellbares, tiefstes Leid

Warum? Warum klingelte das Schicksal gleich zweimal, für mich

Ich bete um Kraft, meine Pflichten zu erfüllen, für beide, bis ans Ende der Zeit





©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

               17.04.2009




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