Freitag, 10. Januar 2020

Ein Gedicht - man muss es beim Lesen spüren

















 
Foto:©Elisabeth Anton



Ein Gedicht – man muss es beim Lesen spüren      





Manchmal, in manchen Gedichten zu lesen

Wie ausgesucht, nachgeplappert, manche Worte sind

Gequält aneinandergereiht, wie im Schuppen die Besen

Leere Worte, deren Silben keine spürbaren Gefühle sind



Wenn Gedichte nicht aus der Seele fließen

Wie Herz und Geist sie diktieren

Das ist, als ob im Garten Plastikblumen sprießen

Will man sie an einen Stock fixieren



Ein Gedicht muss ein Spiegelbild sein

Egal welch Thematik der Dichter auch gewählt

Aneinandergereihte Worte, das ist es nicht allein

Weil Verzauberung der Seele beim Lesen zählt



Ob es sich reimt oder auch nicht

Die Worte müssen ungewollt deine Seele berühren

Jedes Wort muss Wohltat sein, leuchtendes Licht

Die Seele muss das Gedicht beim Lesen spüren



Spüren, dass des Dichters Worte dich umarmen

Dass Lesen, ein Glück für Geist und Seele

Gedichte schreiben - ob Liebe, Hass, Neid, Glück, Erbarmen

Dann, die Sprache deines Geistes, deiner Seele wähle



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                29.12.2019




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