Foto:©Elisabeth Anton
Ein Gedicht
– man muss es beim Lesen spüren
Manchmal, in manchen Gedichten zu lesen
Wie ausgesucht, nachgeplappert, manche Worte
sind
Gequält aneinandergereiht, wie im Schuppen
die Besen
Leere Worte, deren Silben keine spürbaren
Gefühle sind
Wenn Gedichte nicht aus der Seele fließen
Wie Herz und Geist sie diktieren
Das ist, als ob im Garten Plastikblumen
sprießen
Will man sie an einen Stock fixieren
Ein Gedicht muss ein Spiegelbild sein
Egal welch Thematik der Dichter auch gewählt
Aneinandergereihte Worte, das ist es nicht allein
Weil Verzauberung der Seele beim Lesen zählt
Ob es sich reimt oder auch nicht
Die Worte müssen ungewollt deine Seele berühren
Jedes Wort muss Wohltat sein, leuchtendes
Licht
Die Seele muss das Gedicht beim Lesen spüren
Spüren, dass des Dichters Worte dich umarmen
Dass Lesen, ein Glück für Geist und Seele
Gedichte schreiben - ob Liebe, Hass, Neid,
Glück, Erbarmen
Dann, die Sprache deines Geistes, deiner Seele
wähle
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
29.12.2019
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