Mittwoch, 18. März 2020

Jeder bekam meine Liebe, für jeden weinte ich seine Tränen



















 Foto:©Elisabeth Anton


Jeder bekam meine Liebe, für jeden weinte ich seine Tränen     

           Für Radegunde-Erika und Helmuth-Karl          

           



Wo ist sie hin

Diese Hoffnung, die wir gelebt



Wohin verschwunden

Die Jahrzehnte unserer Zeit



So schnell alles Glück dahin

Einfach weg, ohne Wiederkehr



So unbegreiflich leise geworden

Überall nur Stille und Tränen



Wo Erinnerungen sich auftürmen

Als ob jede, Mittelpunkt sein will



Ich schaue ihnen zu

Will sie nicht sortieren, nicht bevorzugen



Ich lasse sie nur wandern

Durch meine Gedankenwelt



Sortiere Glück, Leid, Schmerz, meine Tränen

Wissend, dass jeder meine Liebe bekommen, immer



Für jeden weinte ich

Über viele Jahrzehnte



Immer und immer wieder

Seine Tränen



Sie bekamen, beide, meine Liebe, immer

Und für jeden weinte ich seine Tränen



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                08.08.2015






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