Foto:©Elisabeth Anton
Jeder bekam
meine Liebe, für jeden weinte ich seine Tränen
Für Radegunde-Erika und Helmuth-Karl
Wo ist sie hin
Diese Hoffnung, die wir gelebt
Wohin verschwunden
Die Jahrzehnte unserer Zeit
So schnell alles Glück dahin
Einfach weg, ohne Wiederkehr
So unbegreiflich leise geworden
Überall nur Stille und Tränen
Wo Erinnerungen sich auftürmen
Als ob jede, Mittelpunkt sein will
Ich schaue ihnen zu
Will sie nicht sortieren, nicht bevorzugen
Ich lasse sie nur wandern
Durch meine Gedankenwelt
Sortiere Glück, Leid, Schmerz, meine Tränen
Wissend, dass jeder meine Liebe bekommen, immer
Für jeden weinte ich
Über viele Jahrzehnte
Immer und immer wieder
Seine Tränen
Sie bekamen, beide, meine Liebe, immer
Und für jeden weinte ich seine Tränen
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
08.08.2015
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