Freitag, 8. Mai 2020

Hatzfeld, du unverwechselbare Erinnerung


















Foto:©Elisabeth Anton


Hatzfeld, du unverwechselbare Erinnerung              





Stille draußen. Alles in den Mantel des Regens gehüllt

Saftiges Grün, Blumenpracht schmücken den Garten

Manchmal bleiben bestimmte Träume unerfüllt

Manche lieber vergessen, auf neue Chancen warten



Manchmal stehst du mutterseelenallein im Leben

Wie in Stein gemauert, obwohl keine Wand zu sehen

Manchmal ist dein Weg nur Tränen und Geben

Manchmal kannst du auch vor Licht und Sterne stehen



Wie die vier Jahreszeiten uns reich begleiten

So sind auch unsere Stunden – mal einfarbig, mal bunt

Meine Erinnerung berührt eben heimatliche Weiten

Alte Heimatlieder entströmen, still und leise, meinem Mund



Wo sind die Zeiten, die Jahrzehnte nur geblieben

Wo sind die Menschen, die mir Freunde, einst sehr nah

Wer hat den Fluss dieser Stunden nur getrieben

Dass alles so und nicht anders geschah



Heimweh hält mein Herz eng umschlungen

Heimweh erinnert mich an Daheim, meiner Seele Wohltat

Die Kinder lauschten, wenn die Alten gesungen

Ich schließe meine Augen, sehe Gassen, der Felder goldene Saat



Ich sehe die Getreidewogen tanzen im Sommerwind

Die samtweichen Rosen im Garten, ihre stolze Schönheit

Erinnere mich, wie schön es war, als ich noch Kind

Leben, Natur wurden gelebt. Geliebt, geachtet Mensch und Zeit



Ich drehe, in Gedanken, unsere Jahrzehnte auf „Zurück!“

Umarme sie sanft, meine Heimat, die ewig wunderbare Hoffnung

Heimat, du mein Hatzfeld, was bist du ein so stilles Glück

Gelebter Stunden. Leben, Natur, die Liebe – Wirklichkeiten meiner Erinnerung



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

               14.07.2009








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