Samstag, 16. Mai 2020

Heimat dem Erdboden gleich

















Foto:©Elisabeth Anton


Heimat dem Erdboden gleich

Völker, müssen wandern. Im Speck blieben die Maden              





Heimat, tief in mir mein Heimweh schreit

Auch wenn seine Stimme nicht zu hören

Was hat sie mich enttäuscht, „diese Freiheit“

Weil Völkerwanderungen zu ihrem Ziel gehören



Ich konnte nicht ahnen, nicht wissen

Dass mein Weg in die Freiheit „organisierte Völkerwanderung“

Mein Traum, nie mehr fand er sein samtweiches Kissen

Was geblieben, nur noch schmerzvolle Erinnerung



Erinnerungen, gelebt hinter dem „Eisernen Vorhang“

Wo einst die „Welt der Heimat“ noch in Ordnung

Ich wollte in die Freiheit, hören ihren Klang

Heute, heute, nur noch manch traurige Erinnerung



Traurig, weil ich damals nie erahnt

Dass mein Weg in die Freiheit stets „vorprogrammiert“

Dass ich zu „den Ersten“ gehörte, war nicht geplant

Vielleicht Glück, weil ich dafür gekämpft, Antrag 20 Jahre stagniert



Heimweh, es führt mich wieder nach Hause, heim

Nach Hause, in meine Heimat Hatzfeld

Was konnten viele meiner Geheimnisse so schön sein

Um zu überleben, in dieser Diktatur - Welt



Die Jahrzehnte danach haben mir gezeigt

Dass ich, 1980, zum Anfang der Völkerwanderung gehört´

Die Sonne sich stumm hinter dem Friedhof neigt

Mir fällt eben ein: Wer, was, wie, warum meine Heimat zerstört



Ich bin entsetzt über vergessene Pflichten

Über mancher Regierung sichtbare Macht

Heimat, keine Heimat darf man vernichten

Was Völkerwanderungen nur aus mancher Heimat gemacht



Sie scheint verrückt, gedankenlos zu sein

Die so hirnlos agierende, skrupellose Obrigkeit

Nicht die Geschichte, es können nur die Mächtigen sein

Die so herzlos agieren – über Menschen, Raum und Zeit



Was Generationen mit Müh und Fleiß aufgebaut

Wollte man nicht schützen, durch Sturz der Diktatur

Heimat vernichtet, von „denen“, „denen“ ich vertraut

Wirtschaftsmacht, was bist du eine erbärmlich unmenschliche Spur



 Überall Völker irgendwohin gewürfelt und wieder her

Statt vor Ort Heimat bewahren, Menschen in Freiheit leben

Völkerwanderungen, das ist keine Lösung mehr

Man vergaß, dass „Heimat“ das goldene Kernstück eines Menschenleben´



Was hab´ ich, über Jahre, gekämpft für „diese Freiheit“

Heimat verlassen, das wollte ich nicht

Immer wieder „bettelte“ ich um Reisefreiheit

„Mitarbeiten“ sollte ich, das wollte ich nicht



Ich war, wurde eigentlich gezwungen

Land und Heimat zu verlassen, um zu gehen

Um Freiheit zu leben, wo ehrliche Zungen

Mich erinnert, vor welcher Leere man „in Freiheit“ kann stehen



Heute, heute schaue ich traurig zurück

Kann sie nur bedauern, diese Bilanz

Für Freiheit aufgegeben, mein Heimatglück

Weil er nicht zu ändern, der Diktatur geldreicher „Völkerwanderungs -Tanz“



Warum, wer programmiert diese Völkerwanderungen

Die, irgendwann, niemandem helfen, allen nur schaden

Was tun sie so weh, der Geschichte traurige Erinnerungen

Wenn Heimat dem Erdboden gleich. Und im Speck blieben sie, die Maden



Das größte Verbrechen: Bestimmte Menschen schreiben die Geschichte…



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                 17.02.2019


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