Foto:©Elisabeth Anton
Heimat dem Erdboden gleich
Völker, müssen
wandern. Im Speck blieben die Maden
Heimat, tief in mir mein Heimweh schreit
Auch wenn seine Stimme nicht zu hören
Was hat sie mich enttäuscht, „diese Freiheit“
Weil Völkerwanderungen zu ihrem Ziel gehören
Ich konnte nicht ahnen, nicht wissen
Dass mein Weg in die Freiheit „organisierte Völkerwanderung“
Mein Traum, nie mehr fand er sein samtweiches Kissen
Was geblieben, nur noch schmerzvolle Erinnerung
Erinnerungen, gelebt hinter dem „Eisernen Vorhang“
Wo einst die „Welt der Heimat“ noch in Ordnung
Ich wollte in die Freiheit, hören ihren Klang
Heute, heute, nur noch manch traurige Erinnerung
Traurig, weil ich damals nie erahnt
Dass mein Weg in die Freiheit stets „vorprogrammiert“
Dass ich zu „den Ersten“ gehörte, war nicht geplant
Vielleicht Glück, weil ich dafür gekämpft, Antrag 20 Jahre stagniert
Heimweh, es führt mich wieder nach Hause, heim
Nach Hause, in meine Heimat Hatzfeld
Was konnten viele meiner Geheimnisse so schön sein
Um zu überleben, in dieser Diktatur - Welt
Die Jahrzehnte danach haben mir gezeigt
Dass ich, 1980, zum Anfang der Völkerwanderung gehört´
Die Sonne sich stumm hinter dem Friedhof neigt
Mir fällt eben ein: Wer, was, wie, warum meine Heimat
zerstört
Ich bin entsetzt über vergessene Pflichten
Über mancher Regierung sichtbare Macht
Heimat, keine Heimat darf man vernichten
Was Völkerwanderungen nur aus mancher Heimat gemacht
Sie scheint verrückt, gedankenlos zu sein
Die so hirnlos agierende, skrupellose Obrigkeit
Nicht die Geschichte, es können nur die Mächtigen sein
Die so herzlos agieren – über Menschen, Raum und Zeit
Was Generationen mit Müh und Fleiß aufgebaut
Wollte man nicht schützen, durch Sturz der Diktatur
Heimat vernichtet, von „denen“, „denen“ ich vertraut
Wirtschaftsmacht, was bist du eine erbärmlich unmenschliche
Spur
Überall Völker irgendwohin gewürfelt und wieder her
Statt vor Ort Heimat bewahren, Menschen in Freiheit leben
Völkerwanderungen, das ist keine Lösung mehr
Man vergaß, dass „Heimat“ das goldene Kernstück eines
Menschenleben´
Was hab´ ich, über Jahre, gekämpft für „diese Freiheit“
Heimat verlassen, das wollte ich nicht
Immer wieder „bettelte“ ich um Reisefreiheit
„Mitarbeiten“ sollte ich, das wollte ich nicht
Ich war, wurde eigentlich gezwungen
Land und Heimat zu verlassen, um zu gehen
Um Freiheit zu leben, wo ehrliche Zungen
Mich erinnert, vor welcher Leere man „in Freiheit“ kann
stehen
Heute, heute schaue ich traurig zurück
Kann sie nur bedauern, diese Bilanz
Für Freiheit aufgegeben, mein Heimatglück
Weil er nicht zu ändern, der Diktatur geldreicher „Völkerwanderungs -Tanz“
Warum, wer programmiert diese Völkerwanderungen
Die, irgendwann, niemandem helfen, allen nur schaden
Was tun sie so weh, der Geschichte traurige Erinnerungen
Wenn Heimat dem Erdboden gleich. Und im Speck blieben sie, die
Maden
Das größte Verbrechen: Bestimmte Menschen schreiben die
Geschichte…
©Elisabeth Anton,
Speyer / Hatzfeld
17.02.2019

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