Foto:©Elisabeth Anton
Erinnerung
um Erinnerung, ihr seid alle geblieben
Heimat, mein Hatzfeld, ich habe Heimweh
Nach dir, deiner Gassen Geborgenheit
Vor mancher Erinnerung ich weinend steh´
Und frage: „Wo ist sie hin, diese Zeit
Wo sind die Stunden mit Hahnenkrähen
Taubengurren, Kinderlieder, Schwalbenreigen
Wo sind die Blumenteppiche, Stunden, in denen Gras,
Klee zu mähen?“
Wie Heimatgedicht, dessen Titel und Zeilen ihren
Reichtum zeigen
Heimat, ich vermisse deine einzigartige Morgenröte
Deiner Ährenfelder Weite, deiner Gassen Akazienzeit
Ich vermisse deine Kaulquappen, am Brunnen die alte
Kröte
Ich vermisse unserer Jahrzehnte glücklich gelebte
Zeit
Heimat, ich habe Heimweh, will dich wiedersehen
Ich habe Heimweh nach den Orten meiner Kindheit
Was konnte ich, so unbeschwert, vor diesen Jahren
stehen
Egal wie´s Wetter, egal zu welcher Tageszeit
Was lebte ich eine reiche Kindheit
Im Schoße der Natur, ihrer Obstbäume Blütentraum
Viele Wunder ich umarmt, in jeder Jahreszeit
Erinnerungen, ihr füllt den Himmelsraum
Ihr hüllt mich in euren Zauber ein
Die schönen Stunden, bis heute, unsterblich
geblieben
Heimweh, was kannst du so schmerzhaft sein
Und Wohltat zugleich, weil du mir erhalten geblieben
Ich vermisse dieses farbenprächtige Abendrot
Wenn ich neben einer Gassentür gestanden
Gesehen, bewundert, wie Sonne in Not
Sie musste gehen, weil der Abend schon beim Landen
Heimat, deine Welt für mich
Ein Paradiesgargen für Herz, Gedanken, Seele
Jede Stunde tief in mir, als ob unzerbrechlich
Egal welche Erinnerung ich wähle
Mein Hatzfeld, oft kann ich es noch hören
Aus endloser Ferne, in leiser Erinnerung
Deiner Glocken Abendläuten. Niemand wird je
zerstören
Was meine Heimatjahrzehnte gelebt, gesammelt – Erinnerung
um Erinnerung
©Elisabeth Anton, Speyer /
Hatzfeld
21.06.2014

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