Dienstag, 14. Juli 2020

„Heimat!“, sonst gibt es nichts mehr zu sagen

















Foto:©Elisabeth Anton


„Heimat!“, sonst gibt es nichts mehr zu sagen                 





Heimatkirche, du musstest bleiben

Der Hl. Florian, er beschützt dich

Die Welt da draußen, welch reges Treiben

Heimat scheint, für viele, nicht wichtig



Auch die anderen Kirchen, sie stehen stolz

Nur ihre Menschen, sie fehlen

„Aussiedlung!“ nennt man dieses „Edelholz“

Geschichte, was kannst du dein Ziel verfehlen



Die uralte Eiche, sie steht noch im Park, allein

Ihr Schatten, was war er einst begehrt

Hatzfeld, du musst so einsam sein wie ich

Auch dir hat man edle Geschichte verwehrt



„Bleiben oder gehen“, in einem Jahrhundert

Wo man annimmt, die Mächtigen haben Verstand

Ich habe mich so oft, immer wieder, gewundert

Warum Völkerwanderungen einen aktuell so hohen Stand



Viele Generationen haben deine Erde berührt

Nicht für alle und jeden wirst du „Heimat“ bleiben

Mein Weg hat mich in die Fremde, in „die Freiheit“ geführt

Damals gab es keine Wahl zwischen „Gehen oder bleiben“



Die Erde bröckelt unter allen Diktaturen

Dass die Menschen leiden, das will keiner sehen

Heimat, tief in mir meines Heimwehs Spuren

Seit es für mich geschrieben stand: „Gehen!“



Abschied nehmen, von meinem Hatzfeld

Das musste ich nie, zu keiner Zeit

Was ist diese Machtpolitik eine so herzlose Welt

Hatzfeld bleibt meine Heimat, auch in der Fremde, in Freiheit



Edle Stadt, du hast so viel gesehen

Gelitten, erduldet, überlebt, ertragen

Erinnerungen wortlos durch unsere Zeit gehen

„Heimat!“, sonst gibt es nichts mehr zu sagen



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

              31.08.2012




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