Foto:©Elisabeth Anton
„Heimat!“, sonst gibt es nichts mehr zu sagen
Heimatkirche,
du musstest bleiben
Der Hl.
Florian, er beschützt dich
Die Welt da
draußen, welch reges Treiben
Heimat scheint,
für viele, nicht wichtig
Auch die
anderen Kirchen, sie stehen stolz
Nur ihre
Menschen, sie fehlen
„Aussiedlung!“
nennt man dieses „Edelholz“
Geschichte, was
kannst du dein Ziel verfehlen
Die uralte
Eiche, sie steht noch im Park, allein
Ihr Schatten,
was war er einst begehrt
Hatzfeld, du
musst so einsam sein wie ich
Auch dir hat
man edle Geschichte verwehrt
„Bleiben oder
gehen“, in einem Jahrhundert
Wo man annimmt,
die Mächtigen haben Verstand
Ich habe mich
so oft, immer wieder, gewundert
Warum
Völkerwanderungen einen aktuell so hohen Stand
Viele
Generationen haben deine Erde berührt
Nicht für alle
und jeden wirst du „Heimat“ bleiben
Mein Weg hat
mich in die Fremde, in „die Freiheit“ geführt
Damals gab es
keine Wahl zwischen „Gehen oder bleiben“
Die Erde
bröckelt unter allen Diktaturen
Dass die
Menschen leiden, das will keiner sehen
Heimat, tief in
mir meines Heimwehs Spuren
Seit es für
mich geschrieben stand: „Gehen!“
Abschied
nehmen, von meinem Hatzfeld
Das musste ich
nie, zu keiner Zeit
Was ist diese
Machtpolitik eine so herzlose Welt
Hatzfeld bleibt
meine Heimat, auch in der Fremde, in Freiheit
Edle Stadt, du
hast so viel gesehen
Gelitten,
erduldet, überlebt, ertragen
Erinnerungen wortlos
durch unsere Zeit gehen
„Heimat!“, sonst
gibt es nichts mehr zu sagen
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
31.08.2012

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