Freitag, 17. Juli 2020

Meine Jahrzehnte – welch Glück, welch Tränenmeer


 















Foto:©Elisabeth Anton


Meine Jahrzehnte – welch Glück, welch Tränenmeer                    


All die Jahrzehnte, mein ganzes Leben
Welch Wege voller Moos, Dornen, Samt und Stein
Mir ward´ ein reicher Paradiesgarten gegeben
Wie er reicher nicht konnte sein

Bis zu jenem Tag, jenem fatalen Augenblick
Als sie da, meine erste Schicksalstragödie
Mutter zu sein, dabei verlassen vom Glück
Unseres Kindes Gesundheit, meine Lebenstragödie

Weinen, bangen, hoffen, die vielen Tränen
Weil es nicht gesund, unser Kind
So oft konnte ich die gleiche Frage erwähnen
Doch die Antwort kam nicht, auch nicht vom Wind

Dann, welch Zeit voller Freude, Leid und Sorgen
Dennoch lebten wir „unser Glück“
Bis, eines Tages, die nächsten Sorgen
Deine Alzheimer Krankheit, dieser Weg ohne Zurück

Meine liebsten Menschen, ein Leben ohne Genesung
Welch bitterschwere Zeit, voller Sorgen und Leid
Zu meinem Schmerz durch unseres Kindes Behinderung
Der nächste Schmerz, deine Alzheimer Krankheit

Seither hüllt der Schmerz meine Tage in Tränen
Und mein Tränenmeer schmückt auch die Nacht
Vergebens, vergangenes Glück zu ersehnen
Es kommt nie mehr zurück, wie oft ich auch daran gedacht

Mein Leben - welch Liebe, welch Hoffnung, welch Glück
Mein Leben - welch Traurigkeit, welch Schmerz, welch Tränenmeer
Es tut so weh, weil diese Schicksale ohne Zurück
Meine Kraft so ausgelaugt, doch das Glas meiner Hoffnung nie leer

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
                21.06.2014




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Die Natur trägt keine Masken

                  Foto:©Elisabeth Anton     Die Natur trägt keine Masken                                                          Die Na...