Dienstag, 22. September 2020

Des Schicksals Glück, des Schicksals Tragödie

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

Des Schicksals Glück, des Schicksals Tragödie                            

 

So gerne wäre ich jetzt daheim

Im Garten, unter dem Zwetschenbaum

Wo es so wohltuend, weil daheim

Wo er so voller Hoffnung, jeder Traum

 

So gerne wäre ich wieder zuhaus

Am Schweinestall lehnend, das Grunzen hören

Noch einmal nur, die Zeit in meinem Elternhaus

Im Garten, zwischen Petersilie, Kohlrabi, Paprika, Möhren

 

Noch einmal das Wasser vom artesischen Brunnen genießen

Den täglichen Reichtum der Wasser- und Honigmelonen

Erinnerungen, was könnt ihr so wortlos fließen

Wie gerne wieder in der Spengelgass wohnen

 

Heimweh, du bist schon wieder auf den Spuren

Meiner gelebten Jahrzehnte, stilles und lautes Glück

Ich liebte es, wenn Pferdewagen durch die Staubwolken fuhren

In Gedanken kehre ich, seit 32 Jahren, in meine Heimat zurück

 

Fahre ich nach Hause, in meine Heimat Hatzfeld

Grüßen mich Kornblumen und Klatschmohn. Welch Erinnerung

Diese Fahrt von der einen in die andere Welt

Eine Schicksalstragödie, der Mächtigen sinnlose Völkerwanderung

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                 06.09.2012

 

 

 

 

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