Foto:©Elisabeth Anton
Heimweh
Heimat, ich sehne mich nach deiner Wiesen Duft
Nach deinen blühenden Baumkronen
Ich sehne mich nach deiner Felder Ährenluft
Wenn Sommer und Herbst mit reichen Garben belohnen
Heimat, ich sehne mich nach den Jahren meiner Kindheit
Nach Stunden, die einst voller Zauber und Glück
Hatzfeld, unsere Jahre, meines Lebens wertvollste Zeit
Mein Heimweh bringt mich oft zu dir, nach Hause, zurück
Ich sehne mich nach unserer Jahrzehnte Zeit
Wo man gelebte Ehrfurcht nicht gespielt
Hatzfeld, ich vermisse deine heimatliche Geborgenheit
Heimat, ich habe dich nicht verspielt
Ich habe dich verlassen, in der Hoffnung
Dass Enge dieser Landesgrenzen mich nicht mehr erdrückt
Heimat, was schenktest du mir reiche Erinnerung
Lange ist´s her, seit ich mich nach einer Rose gebückt
Meine Jahre in der Heimat, in meinem Hatzfeld
Welch Symphonie gelebter Jahreszeiten
Als ob ein Riesenschrank, bis zum Sternenzelt
Voller Erinnerungsschubladen, immer geöffnet, mich zu begleiten
Die Stille der Nacht trägt mich weit hinaus
Weit übers Wolkenmeer, bis nach Hatzfeld hin
Traurig stehe ich vor meinem Elternhaus
Erkenne, dass meine Heimat längst dahin
Fremde Fassaden, überall ein unbekanntes Gesicht
Als würde alles meine Heimat erstickend einengen
Heimat, unsere Welt von damals, sie hatte ein anderes Gesicht
Zwischen Hatzfeld und Land der Freiheit, da liegen seidene Längen
Was ich erlebt, Heimat, gefunden bei dir
Das gibt es nirgendwo ein zweites Mal auf dieser Welt
Heimat dort, Hoffnung irgendwo, Freiheit hier
Ewig die Erinnerungen, nur eine Heimat, nur ein Hatzfeld
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
06.09.2012
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