Foto:©Elisabeth Anton
Mein Feldblumenstrauß
Feldblumenstrauß, wie gerne habe ich dich gepflückt
Sie bewundert, deine bunt leuchtenden Farben
Ganz fest dich an meine Brust gedrückt
Erinnerungen von daheim, welch tiefe Narben
Entlang des Weges, da lag mein Ziel
Feldblumen wählte ich aus, sorgfältig
Am Abend, vor dem Haus, so manches Spiel
Was war sie so edel, die Welt meiner Heimat, täglich
Ich schaute zum weiten Südhorizont
Wo Stacheldrahtgrenze und Wächter der Diktatur
Dahinter, dahinter die Freiheit wohnt
Sie damals zu erleben, ein schmaler Grat nur
Bunte Feldblumen in meinen Armen
Gepflückt zwischen Wiesen und Felder, am Wegrand
So oft schaute ich Richtung „Freiheit“. „Gott hab Erbarmen
Lass mich Freiheit leben, wo keine Stacheldrahtgrenzen ums Land.“
Oft waren das meine Gedanken
Schaute ich zum Südhorizont, weit übers Feld hinaus
„Herrgott, lass sie fallen, diese Schranken
Ich schenk dir auch meinen Feldblumenstrauß.“
Denke ich heute an diese Jahre, Stunden, zurück
Wenn manche Gedanken mir erstickt die Atemluft
Versuche ich, es zu berühren, das heimliche Glück
Tiefster Zufriedenheit: Feldblumenstrauß mit Heimatduft
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
06.09.2012
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