Montag, 14. September 2020

Mein Feldblumenstrauß


Foto:©Elisabeth Anton

 

Mein Feldblumenstrauß                         

 

Feldblumenstrauß, wie gerne habe ich dich gepflückt

Sie bewundert, deine bunt leuchtenden Farben

Ganz fest dich an meine Brust gedrückt

Erinnerungen von daheim, welch tiefe Narben

 

Entlang des Weges, da lag mein Ziel

Feldblumen wählte ich aus, sorgfältig

Am Abend, vor dem Haus, so manches Spiel

Was war sie so edel, die Welt meiner Heimat, täglich

 

Ich schaute zum weiten Südhorizont

Wo Stacheldrahtgrenze und Wächter der Diktatur

Dahinter, dahinter die Freiheit wohnt

Sie damals zu erleben, ein schmaler Grat nur

 

Bunte Feldblumen in meinen Armen

Gepflückt zwischen Wiesen und Felder, am Wegrand

So oft schaute ich Richtung „Freiheit“. „Gott hab Erbarmen

Lass mich Freiheit leben, wo keine Stacheldrahtgrenzen ums Land.“

 

Oft waren das meine Gedanken

Schaute ich zum Südhorizont, weit übers Feld hinaus

„Herrgott, lass sie fallen, diese Schranken

Ich schenk dir auch meinen Feldblumenstrauß.“

 

Denke ich heute an diese Jahre, Stunden, zurück

Wenn manche Gedanken mir erstickt die Atemluft

Versuche ich, es zu berühren, das heimliche Glück

Tiefster Zufriedenheit: Feldblumenstrauß mit Heimatduft

  

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

              06.09.2012

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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