Foto:©Elisabeth Anton
Die letzten Rosen zum Wegkreuz gebracht
Ein letztes Mal durch die Feldwege der Stille
Zum Wegkreuz hin, wohin ich oft Blumen gebracht
Schicksal kennt weder Wunsch noch Wille
Schon immer, mit Unvorhersehbarem uns bedacht
Ich stehe vor dem Kreuz, dort an der Wegkreuzung
Wo das Maisfeld in saftigem Grün thront
Wo Weizenähren zur goldenen Erinnerung
Wo der Sommer mit Blütenpracht belohnt
Ich lege die Rosen nieder, ein letztes Mal
Bete ein Vaterunser. Meine Tränen wie Nebellicht
Glück, Glück ist weder Kopf noch Zahl
Aussiedlung - Reise in die Fremde, mehr weiß ich nicht
Noch einmal schau ich über Mais- und Weizenfelder
Noch einmal höre ich den Heimatwind rauschen
Ein Echo von fernher, aus Nachbars Wälder
Ich umarme das Wegkreuz, dem Augenblick zu lauschen
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
16.01.2021
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