Foto:©Elisabeth Anton
Frühling! Erinnerungen, wo einst Stacheldrahtgrenze
Frühlingszeit daheim, in meiner Heimat
Ich stehe am Kanalrand, schau nach Süden
Wo einst Stacheldraht, Raketendraht, die Grenze
Vor dem Tor zur Freiheit
Wie oft stand ich dort
Sah nach Süden, zu einem Land in Freiheit
So viele ließen ihr Leben
An diesen verdammten Diktaturgrenzen
Nur, weil sie, ihren Traum leben wollten
Der jedem Menschen dieser Erde zusteht
So oft hörte man das Schießen
Immer die Hoffnung: „Nicht getroffen!“
DIE, DIE waren skrupellos sadistisch
DIE, DIE wurden gedrillt, bis sie ihr eigenes Ich verloren
Für jeden „gefangenen Landesverräter“
Gab es einige Tage „Heimaturlaub“
Für jeden Erschossenen an der Grenze zu Jugoslawien
Gab es viel Heimaturlaub, vor allem, „Auszeichnung für diese Heldentat“
Was waren das noch Zeiten voller Leid
Wenn, wieder mal, einer erschossen wurde
Unschuldig, niemandem was getan
Sich nicht mal wehren konnte
Einfach erschossen, von diesen Kommunisten
Wenn sie „Gott gespielt“, über Leben und Tod Unschuldiger
Bis heute, ich kann es nicht vergessen
Was ich erlebt, gesehen, erfahren
Wenn die Krallen der Diktaturgrausamkeiten
Die Menschen erschossen, weil sie, in Freiheit leben wollten
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
29.03.2021
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