Donnerstag, 15. April 2021

Frühling! Erinnerungen, wo einst Stacheldrahtgrenze


 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

Frühling! Erinnerungen, wo einst Stacheldrahtgrenze                            

 

Frühlingszeit daheim, in meiner Heimat

Ich stehe am Kanalrand, schau nach Süden

 

Wo einst Stacheldraht, Raketendraht, die Grenze

Vor dem Tor zur Freiheit

 

Wie oft stand ich dort

Sah nach Süden, zu einem Land in Freiheit

 

So viele ließen ihr Leben

An diesen verdammten Diktaturgrenzen

 

Nur, weil sie, ihren Traum leben wollten

Der jedem Menschen dieser Erde zusteht

 

So oft hörte man das Schießen

Immer die Hoffnung: „Nicht getroffen!“

 

DIE, DIE waren skrupellos sadistisch

DIE, DIE wurden gedrillt, bis sie ihr eigenes Ich verloren

 

Für jeden „gefangenen Landesverräter“

Gab es einige Tage „Heimaturlaub“

 

Für jeden Erschossenen an der Grenze zu Jugoslawien

Gab es viel Heimaturlaub, vor allem, „Auszeichnung für diese Heldentat“

 

Was waren das noch Zeiten voller Leid

Wenn, wieder mal, einer erschossen wurde

 

Unschuldig, niemandem was getan

Sich nicht mal wehren konnte

 

Einfach erschossen, von diesen Kommunisten

Wenn sie „Gott gespielt“, über Leben und Tod Unschuldiger

 

Bis heute, ich kann es nicht vergessen

Was ich erlebt, gesehen, erfahren

 

Wenn die Krallen der Diktaturgrausamkeiten

Die Menschen erschossen, weil sie, in Freiheit leben wollten

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                 29.03.2021

 

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