Foto:©Elisabeth Anton
Heimatjahre, welch Gemäldesammlung von Glück und Zufriedenheit
So gerne würde ich nach Hause fahren
Nach Hause, wo ich einst ein glückliches Kind
Vergessen des Lebens, der Zeit Gefahren
Noch einmal daheim, wo Heimweh und Herz zuhause sind
Noch einmal das Knistern im alten Sparherd hören
Großi´s Kerzen sehen, wenn in Ehrfurcht sie angezündet
Was können Menschen so alles zerstören
Wo einst Hund und Katz sich in Frieden verbündet
Gemeinsam schliefen sie im Hundehaus
Kuschelten sich eng aneinander, bei eisigem Schneetreiben
Auf dem Dachboden fing die Katze die letzte Maus
Doch wenn sie satt, wollte sie dicht beim Hund liegen bleiben
Jeder hatte seine Alltagssorgen
Vorräte für den Winter mussten her
Problemlos mal beim Nachbarn was borgen
Doch Vorräte mussten sein: Dachboden, Speis, Scheune, nie leer
Und wenn dann alles versorgt, verstaut unterm Dach
Die Speisekammer mit Kompottgläser, Schmalz, Schinken, Speck gefüllt
Da liegt man, sehr beruhigt da, wenn auch mal wach
Weil man weiß, man hat Überlebenspflichten alle erfüllt
Manch einem scheint sie vielleicht altmodisch
Etwas zurückgeblieben, diese meine Zeit
Ja, Moderne war selten neumodisch
Nur, die Herzen der Menschen, sie lebten Ehrfurcht, Dank, Zufriedenheit
Man war zufrieden, dankbar, in Ehrfurcht gebeugt
Man war dankbar, dem Leben, Himmel, Erde und Natur
Verneigt in Dankbarkeit, für alles was man erzeugt
Dankbar für Sonne und Regen, für jede atmende Kreatur
Heimatjahre, welch Gefühlswelt
Wenn daheim, im uralten Herd, die Baumwurzeln erzählt
Was ihnen Erde und Natur bestellt
Was ihnen Wohltat, was sie gequält
Man glaubte an der Liebe Macht
An des Himmels Güte, der Erde, der Natur Allmächtigkeit
Man hat an alles – Mensch, Tier, Pflanze, Jung und Alt – gedacht
Man lebte ihn mit Ehrfurcht, Sinn und Raum der Zeit
Erinnerung, welch Gemäldesammlung sie mir gemalt
Welch wundervolle Jahre, mit unsagbar reichem Glück
Für „meine Freiheit“, habe ich den teuersten Preis bezahlt
Musste Heimat opfern, für den Weg in die Freiheit, in eine Fremde ohne Zurück…
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
15.12.2013

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen