Montag, 21. Juni 2021

Heimatjahre, welch Gemäldesammlung von Glück und Zufriedenheit


 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

Heimatjahre, welch Gemäldesammlung von Glück und Zufriedenheit    

 

So gerne würde ich nach Hause fahren

Nach Hause, wo ich einst ein glückliches Kind

Vergessen des Lebens, der Zeit Gefahren

Noch einmal daheim, wo Heimweh und Herz zuhause sind

 

Noch einmal das Knistern im alten Sparherd hören

Großi´s Kerzen sehen, wenn in Ehrfurcht sie angezündet

Was können Menschen so alles zerstören

Wo einst Hund und Katz sich in Frieden verbündet

 

Gemeinsam schliefen sie im Hundehaus

Kuschelten sich eng aneinander, bei eisigem Schneetreiben

Auf dem Dachboden fing die Katze die letzte Maus

Doch wenn sie satt, wollte sie dicht beim Hund liegen bleiben

 

Jeder hatte seine Alltagssorgen

Vorräte für den Winter mussten her

Problemlos mal beim Nachbarn was borgen

Doch Vorräte mussten sein: Dachboden, Speis, Scheune, nie leer

 

Und wenn dann alles versorgt, verstaut unterm Dach

Die Speisekammer mit Kompottgläser, Schmalz, Schinken, Speck gefüllt

Da liegt man, sehr beruhigt da, wenn auch mal wach

Weil man weiß, man hat Überlebenspflichten alle erfüllt

 

Manch einem scheint sie vielleicht altmodisch

Etwas zurückgeblieben, diese meine Zeit

Ja, Moderne war selten neumodisch

Nur, die Herzen der Menschen, sie lebten Ehrfurcht, Dank, Zufriedenheit

 

Man war zufrieden, dankbar, in Ehrfurcht gebeugt

Man war dankbar, dem Leben, Himmel, Erde und Natur

Verneigt in Dankbarkeit, für alles was man erzeugt

Dankbar für Sonne und Regen, für jede atmende Kreatur

 

Heimatjahre, welch Gefühlswelt

Wenn daheim, im uralten Herd, die Baumwurzeln erzählt

Was ihnen Erde und Natur bestellt

Was ihnen Wohltat, was sie gequält

 

Man glaubte an der Liebe Macht

An des Himmels Güte, der Erde, der Natur Allmächtigkeit

Man hat an alles – Mensch, Tier, Pflanze, Jung und Alt – gedacht

Man lebte ihn mit Ehrfurcht, Sinn und Raum der Zeit

 

Erinnerung, welch Gemäldesammlung sie mir gemalt

Welch wundervolle Jahre, mit unsagbar reichem Glück

Für „meine Freiheit“, habe ich den teuersten Preis bezahlt

Musste Heimat opfern, für den Weg in die Freiheit, in eine Fremde ohne Zurück…

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                  15.12.2013

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