Foto:©Elisabeth Anton
Der Tod
Irgendwer, irgendwann, alles mal bestimmt
Den Lauf deiner Jahre, der Welt
Wer Leben dir gegeben, es dir auch nimmt
Weil uns Geburt, Blütezeit, Welken, Sterben bestellt
Der Tod, er geht mit mir, seit ich geboren
Jeden Tag, zu jeder Jahreszeit, Hand in Hand
An den Tod, wenig Gedanken verloren
Weil er dazugehört, wie zu meinem Arm die Hand
Im steten Wandel der Vergänglichkeit
Ihn so oft gesehen, erlebt, anderer Menschen Tod
Blüten verwelkt, das Liebste mir genommen von der Ewigkeit
Ich vergeude keine Zeit, mit Gedanken an den Tod
Manchmal, meine Großeltern mir erzählt
„Leben ohne Tod, das gibt es nicht
Leben sind Glück und Leiden, welch Weg du auch gewählt
Irgendwann, der Tod alles nimmt, alles zerbricht.“
„Angst vor dem Tod darfst du nie haben.“
Sagte Großvater, ab und an zu mir
Freu dich lieber, auf die geschenkten Himmelsgaben
Danke jeden Abend, dass du noch hier.“
Der Tod ist wie das Leben – Schmerz und Leid
Für manch einen, vielleicht, Erlösung
Der Tod, er wird sie immer bestimmen, meine Zeit
Kein Zeitvergeuden für den Tod. Er kommt, ohne Erklärung
Er wird mich in den Sternengarten tragen
Wo er sie gebettet, die große Liebe meines Lebens
Ich bat, bitte ihn oft, so lang es möglich, noch zu warten
Meinen Engel lange zu begleiten, dass nicht so schwer sein Leben
Der Tod, er nimmt alles Glück, alles Leben mit
Er lässt erkennen, was im Leben wirklich zählt
Der Tod, der Vergänglichkeit erbarmungsloser Schritt
Wenn er, eiskalt, deine letzten Stunden wählt
Nach jedem Tod auch neues Leben, neues Licht
Jeder Abschied tränkt das Buch deiner Erinnerung
Ob du leidest, das interessiert den Tod nicht
Treu der Vergänglichkeit, zeigt er den Hinterbliebenen was „Erinnerung“...
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
27.01.2018
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