Foto:©Elisabeth Anton
Mein Hatzfeld, „Gute Nacht!“
In Gedanken träume ich mich nach Hause
Dahin, wo einst Geborgenheit mich umarmt´
In Gedanken bin ich eben zu Hause
Die Erinnerung hat sich meiner erbarmt
Mein Heimweh freut sich auf daheim
Ich rolle die Spule meiner Erinnerungen auf
Was ist es so schön zuhause, daheim
Ich steh am Brunnen, schau zu den Sternen hinauf
Die Katze sich um meine Füße schlängelt
Die Tauben schlafen schon
Daheim, da hat keiner was bemängelt
Wenn Naturgaben unserer Augenblicke Lohn
Der Abend daheim, welch Seelenwohltat
Diese Ruhe über allem, ich atme sie ein
Der Hund, seit gestern seine neue Hütte hat
Die Schweine im Stall, sie können so still, zufrieden sein
Die Hühner längst in ihren Baumkronen
Viele Jahre ihr Zuhause, auch zur eisigsten Winterzeit
Sie waren nicht zu vertreiben, in den Zweigen zu wohnen
Diese Akazienbäume ihr Nachtlager, zu jeder Jahreszeit
Die Gänse längst in ihrem Stall
Nirgendwo ein Schnattern mehr. Der Mond scheint
Heimat, was brachten die Menschen die Geschichte, alles, zu Fall
Ich stehe am Brunnen, mein Heimweh weint
Alles, alles was über Jahrzehnte mein so hehres Glück
Hat die Geschichte einfach dem Erdboden gleichgemacht
Heimat, „unsere Zeit, unsere Jahre“, sie kommen nie mehr zurück
In habe mich eben nach Hause geträumt. Mein Hatzfeld, „Gute Nacht!“
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
23.11.2012

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