Dienstag, 20. Juli 2021

Mein Hatzfeld, „Gute Nacht!“


 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

Mein Hatzfeld, „Gute Nacht!“                                         

 

In Gedanken träume ich mich nach Hause

Dahin, wo einst Geborgenheit mich umarmt´

In Gedanken bin ich eben zu Hause

Die Erinnerung hat sich meiner erbarmt

 

Mein Heimweh freut sich auf daheim

Ich rolle die Spule meiner Erinnerungen auf

Was ist es so schön zuhause, daheim

Ich steh am Brunnen, schau zu den Sternen hinauf

 

Die Katze sich um meine Füße schlängelt

Die Tauben schlafen schon

Daheim, da hat keiner was bemängelt

Wenn Naturgaben unserer Augenblicke Lohn

 

Der Abend daheim, welch Seelenwohltat

Diese Ruhe über allem, ich atme sie ein

Der Hund, seit gestern seine neue Hütte hat

Die Schweine im Stall, sie können so still, zufrieden sein

 

Die Hühner längst in ihren Baumkronen

Viele Jahre ihr Zuhause, auch zur eisigsten Winterzeit

Sie waren nicht zu vertreiben, in den Zweigen zu wohnen

Diese Akazienbäume ihr Nachtlager, zu jeder Jahreszeit

 

Die Gänse längst in ihrem Stall

Nirgendwo ein Schnattern mehr. Der Mond scheint

Heimat, was brachten die Menschen die Geschichte, alles, zu Fall

Ich stehe am Brunnen, mein Heimweh weint

 

Alles, alles was über Jahrzehnte mein so hehres Glück

Hat die Geschichte einfach dem Erdboden gleichgemacht

Heimat, „unsere Zeit, unsere Jahre“, sie kommen nie mehr zurück

In habe mich eben nach Hause geträumt. Mein Hatzfeld, „Gute Nacht!“

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                  23.11.2012

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