Sonntag, 4. Juli 2021

Wenn Erinnerungen Romane schreiben


 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

Wenn Erinnerungen Romane schreiben                                

 

Am Gassentor warten Enten, Gänse

Dass es sich endlich öffnet, sie zur Kaul watscheln

 

Auf dem Gras, zwischen den Baumalleen

Steht die Glucke unter einem Drahtgestell

 

Damit sie und ihre Küken

Das frische Gras, Käfer, Insekten picken können

 

Der alte Pferdewagen rattert vorbei

Hat Holz geladen, für die Winterzeit

 

An der Schweinestalltür reges Treiben

Fütterung steht an

 

Im Hof, emsiges Picken der Hühnerschar

Die Tauben strömen herbei

 

Hund und Katze genießen ihr Brot in der Milch

Ziegen und Hasen ihr frisches Gras, frischen Klee

 

Auf der Wäscheleine, die weiße Wäsche

Der Wind trocknet sie bald

 

Auf dem alten Baumklotz

Spaltet Großvater Holz für den Herd

 

Großmutter kehrt den Gänsestall aus

Füllt, überall im Hof, frisches Wasser nach

 

Von weit her, eine Säge zu hören

Der alte Mähdrescher schweigt schon lange

 

Und auch die Bilder von damals

Sind heute nur noch Erinnerung

 

Erinnerungen gelebter Jahrzehnte

Glücklich und zufrieden

 

Weil Heimatgeborgenheit ein wertvolles Gut

Weil „Heimat“ man gelebt, als Heiligtum der Seele

 

In der Umarmung von Erde, Himmel, Natur und Glauben

Voller Würde, Ehrfurcht und Dank für alles, was Leben uns geschenkt

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                  05.06.2021

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