Foto:©Elisabeth Anton
Wenn Erinnerungen Romane schreiben
Am Gassentor warten Enten, Gänse
Dass es sich endlich öffnet, sie zur Kaul watscheln
Auf dem Gras, zwischen den Baumalleen
Steht die Glucke unter einem Drahtgestell
Damit sie und ihre Küken
Das frische Gras, Käfer, Insekten picken können
Der alte Pferdewagen rattert vorbei
Hat Holz geladen, für die Winterzeit
An der Schweinestalltür reges Treiben
Fütterung steht an
Im Hof, emsiges Picken der Hühnerschar
Die Tauben strömen herbei
Hund und Katze genießen ihr Brot in der Milch
Ziegen und Hasen ihr frisches Gras, frischen Klee
Auf der Wäscheleine, die weiße Wäsche
Der Wind trocknet sie bald
Auf dem alten Baumklotz
Spaltet Großvater Holz für den Herd
Großmutter kehrt den Gänsestall aus
Füllt, überall im Hof, frisches Wasser nach
Von weit her, eine Säge zu hören
Der alte Mähdrescher schweigt schon lange
Und auch die Bilder von damals
Sind heute nur noch Erinnerung
Erinnerungen gelebter Jahrzehnte
Glücklich und zufrieden
Weil Heimatgeborgenheit ein wertvolles Gut
Weil „Heimat“ man gelebt, als Heiligtum der Seele
In der Umarmung von Erde, Himmel, Natur und Glauben
Voller Würde, Ehrfurcht und Dank für alles, was Leben uns geschenkt
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
05.06.2021

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