Foto:©Elisabeth Anton
WIR gehen statt vorwärts eigentlich zurück…
Nie mehr kann ich in den Gassenstaub schreiben
Namen, Spiele, was das Herz begehrt
Keine Eisblumen mehr an den Fensterscheiben
Eigenartig fremd, Heimatgeborgenheit stumm verweht
Keine „Muschkattel“(Geranien) mehr auf der Fensterbank
Um zu überwintern, dass im nächsten Jahr die Blütenpracht
Den Garten tränkt. Welch Ehrfurcht, welch Dank
Man zu den Sternen geschickt, in mancher Nacht
Heimat, so tränengetränkt, so vergilbt scheinen sie
Die Seiten in deinem eigenartigen Geschichtsbuch
Ich weiß, „unsere Jahre, unsere Welt“, es gibt sie nie mehr, nie
Welch Schicksal! Politikerengstirnigkeit, Unfähigkeit oder „Fluch“
Ich frage mich, heute mehr denn je
Warum die Erde voller Völkerwanderungen
So etwas gab es noch nie. Seit eh und je
Wanderten mal Menschen, sagen Geschichtserinnerungen
Nur, was heute sich bewegt, durch unsere Wirklichkeit
Zum Alltag geworden, das kann nicht mehr normal sein
WIR sind nicht fähig, „Kriege“ zu beenden, zur heutigen Zeit
Man lässt Land, Heimat zerstören, Menschen mit sich, ihrem Elend allein
Diese aktuellen, weltweiten, Völkerwanderungen
Die bringen weder Frieden noch diesen Menschen Glück
Wer steckt hinter all diesen Völkerwanderungen
Menschheit, siehst du nicht, WIR gehen statt vorwärts eigentlich zurück…
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
19.12.2013
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