Sonntag, 11. Juli 2021

WIR gehen statt vorwärts eigentlich zurück…



 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

WIR gehen statt vorwärts eigentlich zurück…       

 

Nie mehr kann ich in den Gassenstaub schreiben

Namen, Spiele, was das Herz begehrt

Keine Eisblumen mehr an den Fensterscheiben

Eigenartig fremd, Heimatgeborgenheit stumm verweht

 

Keine „Muschkattel“(Geranien) mehr auf der Fensterbank

Um zu überwintern, dass im nächsten Jahr die Blütenpracht

Den Garten tränkt. Welch Ehrfurcht, welch Dank

Man zu den Sternen geschickt, in mancher Nacht

 

Heimat, so tränengetränkt, so vergilbt scheinen sie

Die Seiten in deinem eigenartigen Geschichtsbuch

Ich weiß, „unsere Jahre, unsere Welt“, es gibt sie nie mehr, nie

Welch Schicksal! Politikerengstirnigkeit, Unfähigkeit oder „Fluch“

 

Ich frage mich, heute mehr denn je

Warum die Erde voller Völkerwanderungen

So etwas gab es noch nie. Seit eh und je

Wanderten mal Menschen, sagen Geschichtserinnerungen

 

Nur, was heute sich bewegt, durch unsere Wirklichkeit

Zum Alltag geworden, das kann nicht mehr normal sein

WIR sind nicht fähig, „Kriege“ zu beenden, zur heutigen Zeit

Man lässt Land, Heimat zerstören, Menschen mit sich, ihrem Elend allein

 

Diese aktuellen, weltweiten, Völkerwanderungen

Die bringen weder Frieden noch diesen Menschen Glück

Wer steckt hinter all diesen Völkerwanderungen

Menschheit, siehst du nicht, WIR gehen statt vorwärts eigentlich zurück…

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                 19.12.2013

 

 

 

 

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