Foto:©Elisabeth Anton
Augenblick, du reiche Erinnerungsspur
Der kleine Marienkäfer auf dem Blütenblattrand thront
Der Mistkäfer genießt seinen Misthaufen
Der Maulwurf, tief unter der Erde wohnt
Die Würmer sich durch den Regen saufen
Der Schmetterling fliegt von Blüte zu Blütenblattrand
Die Libelle, sie tanzt so graziös ihre Kür
Fröhliche Kinder spielen mit Puppenkochgeschirr im Sand
Der stumpfe Besen lehnt schweigend an der alten Gartentür
Die Ameisen tummeln sich über den Erdboden
Die Bienen saugen genüsslich den Nektar
Die Motten glücklich, zuhause im alten Loden
So endlos reich die Stunde, das Jahr
Der Spinne Netz zittert so sanft im Morgenrot
Ein Wunderwerk unserer Natur
Die Fliege zappelt nicht mehr, sie ist tot
Gefangen von der Spinne, ihrer so hauchdünnen Seidenschnur
Die Käfer kriechen im Garten hin und her
Von Beet zu Beet, je nach Lust und Laune
Natur, was bist du so allmächtig, so hehr
Über all deine Wunder ich dankbar staune
Die Maus bekümmert um ihr tägliches Brot
Der Hirschhornkäfer scheint sich zu verlaufen
Mal reiche Ernte, mal Elend und Not
Diesen heimatlichen Reichtum, nirgendwo zu kaufen
Die Blüten schließen ihre Kelche, der Abend naht
Keine Käfer, keine Hühner, keine Schwalben zu sehen
Alles geht zur Ruh, der Tag war zufrieden und satt
Erinnerungen, was könnt ihr mit mir so dankbar durch die Zeit gehen
Welch Reichtum gestreut meiner Seele
Da, da wo ich einst zuhause, daheim
Mit Heimweh im Herzen den Weg nach Hause ich wähle
Heimat, was können unsere Jahrzehnte so reiche Erinnerungen sein
Heimat, ich danke dir für all deine Gaben
Jahrzehnte daheim, meiner Seele Reichtum, unbezahlbar, einzigartig reich, schön
Man kann Heimat mit Stacheldrahtgrenzen und Freiheit nicht gleichzeitig haben
In der Heimat kann man frei, in der Freiheit nicht über Heimaterde gehen
Mein Hatzfeld, du Kleinod heimatlicher Vollkommenheit
Du Seelenreichtum, gelebt mit und von deinen Menschen, deiner Natur
Meine Jahrzehnte in der Heimat, meines Lebens wertvollste Zeit
Augenblick, was bist du eine so reich beladene Erinnerungsspur
Für meine Heimatjahrzehnte danke ich
Tief in mir ewig mein Heimweh wohnt
Du mein Hatzfeld, du bleibst meine Heimat, einzigartig
Solange der Hl. Florian stumm und königlich in deiner Mitte thront
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
01.12.2012

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen