Dienstag, 17. August 2021

Nie mehr Weihnachten wie daheim


 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

Nie mehr Weihnachten wie daheim                              

 

Heimat, mein Heimweh ruft nach dir

Meine Tränen versperren mir die Sicht

In Erinnerung, in Gedanken, weile ich bei dir

Vergessen, vergessen kann ich dich nicht

 

Mein Heimweh bäumt sich auf

Es trägt mich nach Hause, in mein Elternhaus

Weinend schau ich zu deinen Sternen hinauf

Und weiß, diese Jahrzehnte sind längst aus

 

Was war es so schön daheim

Wenn Weihnachten vor der Tür

Was konnten wir so dankbar und zufrieden sein

Bewunderten voller Freude der Schneeflocken Walzerkür

 

Wir liebten diese Eisblumen an den Fensterscheiben

Die einfachen Geschenke unter dem Christbaum

Wir schauten ihm voller Begeisterung zu, dem Flockentreiben

Jedes Geschenk war wie ein glücklich erfüllter Traum

 

Wichtig war, dass es ein Geschenk vom Christkindlein

Dass es uns nicht vergessen, auch an uns gedacht

Wie schön konnte Weihnachten zuhause, in der Spenglgass sein

Wenn sie voller Sternenfunkeln, die Heilige Nacht

 

Man konnte diese Zeit atmen, spüren

Heiligtum von Sitte und Brauch, welch Seelentraum

Die Heiligkeit dieser Zeit wollten wir mit Ehrfurcht berühren

Welch ein Gefühl, standen wir vor unserem Christbaum

 

Draußen, glitzernde Schneeflockenpracht

Drinnen, des Baumes Wärme, seine Herrlichkeit

So heilig erlebten wir diese Weihnacht

Was war das eine so schöne, so edle Zeit

 

Weihnachten daheim, in meiner Heimat Hatzfeld

Mit Traum und Sternengold den Christbaum geschmückt

Weihnachten in meiner Heimat, welch heilige, welch edle Welt

Die Katze hinterm Ofen, auf meinen Schoß gerückt

 

Den Christbaum, wir himmelten ihn an

Wenn auch schlicht und einfach sein Schmuck, heilig stand er da

So duftend dieser grüne, wunderschöne Tann´

Wenn daheim das Weihnachtswunder geschah

 

Schneeflocken berührten die Fensterscheiben

Winterzauber hüllte meine Heimat ein

Bis es irgendwann hieß: „Gehen oder bleiben?“

Nie mehr, nie mehr wird es wie Weihnachten in Hatzfeld sein

 

Ich stehe am Fenster, streichle der Eisblumen Zauberpracht

Schau dem Tanz der Schneeflocken zu, diesem Wunder der Natur

Wie damals, als es daheim Heilige Weihnacht´

Wird es nie mehr. Leider zu Ende, diese einzigartige Heimatspur

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                    14.12.2012 

 

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