Foto:©Elisabeth Anton
Nie mehr Weihnachten wie daheim
Heimat, mein Heimweh ruft nach dir
Meine Tränen versperren mir die Sicht
In Erinnerung, in Gedanken, weile ich bei dir
Vergessen, vergessen kann ich dich nicht
Mein Heimweh bäumt sich auf
Es trägt mich nach Hause, in mein Elternhaus
Weinend schau ich zu deinen Sternen hinauf
Und weiß, diese Jahrzehnte sind längst aus
Was war es so schön daheim
Wenn Weihnachten vor der Tür
Was konnten wir so dankbar und zufrieden sein
Bewunderten voller Freude der Schneeflocken Walzerkür
Wir liebten diese Eisblumen an den Fensterscheiben
Die einfachen Geschenke unter dem Christbaum
Wir schauten ihm voller Begeisterung zu, dem Flockentreiben
Jedes Geschenk war wie ein glücklich erfüllter Traum
Wichtig war, dass es ein Geschenk vom Christkindlein
Dass es uns nicht vergessen, auch an uns gedacht
Wie schön konnte Weihnachten zuhause, in der Spenglgass sein
Wenn sie voller Sternenfunkeln, die Heilige Nacht
Man konnte diese Zeit atmen, spüren
Heiligtum von Sitte und Brauch, welch Seelentraum
Die Heiligkeit dieser Zeit wollten wir mit Ehrfurcht berühren
Welch ein Gefühl, standen wir vor unserem Christbaum
Draußen, glitzernde Schneeflockenpracht
Drinnen, des Baumes Wärme, seine Herrlichkeit
So heilig erlebten wir diese Weihnacht
Was war das eine so schöne, so edle Zeit
Weihnachten daheim, in meiner Heimat Hatzfeld
Mit Traum und Sternengold den Christbaum geschmückt
Weihnachten in meiner Heimat, welch heilige, welch edle Welt
Die Katze hinterm Ofen, auf meinen Schoß gerückt
Den Christbaum, wir himmelten ihn an
Wenn auch schlicht und einfach sein Schmuck, heilig stand er da
So duftend dieser grüne, wunderschöne Tann´
Wenn daheim das Weihnachtswunder geschah
Schneeflocken berührten die Fensterscheiben
Winterzauber hüllte meine Heimat ein
Bis es irgendwann hieß: „Gehen oder bleiben?“
Nie mehr, nie mehr wird es wie Weihnachten in Hatzfeld sein
Ich stehe am Fenster, streichle der Eisblumen Zauberpracht
Schau dem Tanz der Schneeflocken zu, diesem Wunder der Natur
Wie damals, als es daheim Heilige Weihnacht´
Wird es nie mehr. Leider zu Ende, diese einzigartige Heimatspur
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
14.12.2012

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