Foto:©Elisabeth Anton
Und die Menschheit wünscht Fortschritt
Neben der Gartentür lehnt der uralte Spaten
Davor ein Korb, voller Pflaumen
Gehen heißt, Abschied nehmen in Raten
Schwielen übersehen, ob Ringfinger, ob Daumen
Abschied nehmen von der Heimat
Ein Weg so unbeschreiblich schwer
So still ist sie geworden, meine schöne Stadt
Häuser und Gassen so friedlich, so leer
Fast alle sind weitergezogen, Richtung Freiheit
Die Menschen wollten raus, raus aus dieser Diktatur
Erinnerungen nahmen sie mit, aus ihrer Jahre Heimatzeit
Schmerz wird immer bleiben, auch wenn es eine Träne nur
Heimat opfern müssen, für die Freiheit
Das kann man schwer beschreiben, nur erleben
Opfer bringen, zu entkommen dieser Diktatur, endlich Freiheit
Dafür mussten unschuldige Menschen alles aufgeben
Statt Tore zu öffnen, Stacheldrahtgrenzen zu vernichten
Profitierte man noch einmal über dieser Menschen Eigentum, ihrem Haupt
„Kopfgeld“ für die Freiheit, auf Heimat zu verzichten
Und die Menschheit wünscht Fortschritt. Wer das noch glaubt…
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
21.08.2021

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