Dienstag, 24. August 2021

Und die Menschheit wünscht Fortschritt


 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

Und die Menschheit wünscht Fortschritt                                           

 

Neben der Gartentür lehnt der uralte Spaten

Davor ein Korb, voller Pflaumen

Gehen heißt, Abschied nehmen in Raten

Schwielen übersehen, ob Ringfinger, ob Daumen

 

Abschied nehmen von der Heimat

Ein Weg so unbeschreiblich schwer

So still ist sie geworden, meine schöne Stadt

Häuser und Gassen so friedlich, so leer

 

Fast alle sind weitergezogen, Richtung Freiheit

Die Menschen wollten raus, raus aus dieser Diktatur

Erinnerungen nahmen sie mit, aus ihrer Jahre Heimatzeit

Schmerz wird immer bleiben, auch wenn es eine Träne nur

 

Heimat opfern müssen, für die Freiheit

Das kann man schwer beschreiben, nur erleben

Opfer bringen, zu entkommen dieser Diktatur, endlich Freiheit

Dafür mussten unschuldige Menschen alles aufgeben

 

Statt Tore zu öffnen, Stacheldrahtgrenzen zu vernichten

Profitierte man noch einmal über dieser Menschen Eigentum, ihrem Haupt

„Kopfgeld“ für die Freiheit, auf Heimat zu verzichten

Und die Menschheit wünscht Fortschritt. Wer das noch glaubt…

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                  21.08.2021

 

 

 

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