Foto:©Elisabeth Anton
Unsere Uhren
Sie war immer dabei, die Uhr
Schon in der Wiege, sie tickte nur für mich
Was war sie so schön, meiner Großeltern Pendeluhr
Eine Uhr, sie war immer da, täglich
Auf dem alten Brotschrank, grün seine Farbe
Stand unser uralter Wecker, silbern sein Schein
Der alte Spiegel über dem „Lawoor“, er hatte seine Narbe
Ich liebte des Weckers Leuchtziffern - so grün, so rein
Dann gab es noch Großvaters herrliche Taschenuhr
Die noch von seinem Urgroßvater, Kriege überlebt
Für den Sonntag gab´s noch die Handuhr
An der Pendeluhr ein kleiner Silberstern klebt´
Jede Uhr mit ihrer einzigartigen Schönheit
Mit ihrem Ticken, Klingeln, Pendelschlag
Unsere Uhren, sie begleiteten mich durch die Zeit
Ich wusste nie, welche ich wohl am liebsten mag
Für jede Uhr im Haus, jedes Petroleumlicht
Schlug mein Herz in besonderen Tönen
Ich liebte diese alten Prachtstücke. Aus meiner Sicht
Herrliche Zeitzeugen, um sich mit Erinnerungen zu versöhnen
Was hat man auf all diese Stücke geachtet, sie aufbewahrt
So unbeschreiblicher Reichtum, unsere Uhren
Um eine Handuhr zu kaufen, hat man Jahre gespart
Und unsere antiken Stücke hatten nicht mal Kratzspuren
Nach so vielen Jahrzehnten, ihr Uhrwerk noch immer funktioniert
Welch präzise Arbeit unserer Ahnen Geschick, diese Uhren
Und wenn die Melodie die Zeit präzisiert´
Werden Erinnerungen wach, geheime Spuren
Unsere Wanduhr, sie hatte ihre Melodie
Einmal zur Viertelstunde, wenn es halb, dann zweimal geschlagen
Dreimal zur Dreiviertelstunde. Welch Symphonie
Viermal zur vollen Stunde, dann noch die Zeit, an allen Tagen
Diese Gongschläge, welch Wohltat für Herz und Seele
Genau wie meine Heimatkirche, wenn Abendglockenläuten
Wenn ich heute aus meinen Erinnerungen wähle
Dann unsere Uhren, die Kirchturmglocken meiner Heimat beim Abendläuten
Ich war noch so winzig klein, doch diese Uhren
Sie begleiteten mich durch mein ganzes Leben
Wie schön sie sind, diese meine Erinnerungsspuren
An unsere Uhren daheim, an ihr so wertvolles Innenleben
Hier ein Ticken, dort ein Klingeln, dann ein Läuten
Edle Erinnerungen, meiner Jahre goldenen Spuren
Ich liebe dieses Ticken, dieses Klingeln, dieses Läuten
Eine Welt für sich, in meinem Elternhaus, unsere Uhren…
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
01.10.2012

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