Montag, 20. September 2021

Menschheit, wie erbärmlich arm du geworden


 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

Menschheit, wie erbärmlich arm du geworden                    

 

Ein Schatten, so still, so wortlos

Kauert zwischen den Mauern eines Krankenhauses

Zwischen Bett, Kissen, Decke und Hoffnung

 

Kann es einfach nicht verstehen

Warum, wie Schicksal austeilt

Hoffnung leben fällt schwer, im Augenblick

 

So unbedeutend dieser Schatten

In diesem Massenbetrieb

Wo keiner mal fragt

 

Ob Seele, Herz, Bein oder Schulter schmerzen

Wo keiner daran denkt

Dass auch ein Schatten durch Licht entsteht

 

Welch erbärmlich arm gewordene Menschheit

Einer sich langsam auflösenden Zivilisation…

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                  10.09.2021

 

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