Foto:©Elisabeth Anton
Wenn es durchs Kirchendach regnet…
Dort an der Ecke, ein Haus
Nur noch Ruine, der Türrahmen steht noch
Die Vergänglichkeit spaziert ein und aus
Wo einst das Dach, nur noch ein großes Loch
Der Wind hat die Dachziegel mitgenommen
Die Fenster, sie wurden gestohlen
Wer dort mal gewohnt, nichts mehr mitbekommen
Welch Tragödie von Schicksal befohlen
War es Schicksal, die Menschen oder die Vergänglichkeit
Die zugesehen, dass alles dem Verfall geweiht
Ich stehe davor, welch erdrückende Traurigkeit
Wo Verfall an Verfall sich reiht
In anderen Orten, die Kirche ohne Dach
Nachdem es über Jahre reingeregnet
Vor dem Altar macht eine einsame Kuh Krach
Sie frisst das Gras, das ihr dort begegnet
Eine Kirche ohne Dach, Gras sprießt vor dem Altar
Die wundervollen Gemälde, längst vom Regen mitgenommen
Heimat, wie schön es bei dir einst war
Alles ausgelöscht, seit die Menschen den Weg „Freiheit“ genommen
Was immer auch in dieser Welt geschieht
Ob Zufall, Schicksal oder Himmelsmacht
Wenn Kirchen dem Verfall überlassen, Zivilisation von dannen zieht
Und niemand, keiner mehr, an Sinn und Reichtum „Heimat“ gedacht…
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
28.06.2021

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