Sonntag, 5. September 2021

Wenn es durchs Kirchendach regnet…

 



 

 

 

 

 

 

 

  

Foto:©Elisabeth Anton

 

Wenn es durchs Kirchendach regnet…                                

 

Dort an der Ecke, ein Haus

Nur noch Ruine, der Türrahmen steht noch

Die Vergänglichkeit spaziert ein und aus

Wo einst das Dach, nur noch ein großes Loch

 

Der Wind hat die Dachziegel mitgenommen

Die Fenster, sie wurden gestohlen

Wer dort mal gewohnt, nichts mehr mitbekommen

Welch Tragödie von Schicksal befohlen

 

War es Schicksal, die Menschen oder die Vergänglichkeit

Die zugesehen, dass alles dem Verfall geweiht

Ich stehe davor, welch erdrückende Traurigkeit

Wo Verfall an Verfall sich reiht

 

In anderen Orten, die Kirche ohne Dach

Nachdem es über Jahre reingeregnet

Vor dem Altar macht eine einsame Kuh Krach

Sie frisst das Gras, das ihr dort begegnet

 

Eine Kirche ohne Dach, Gras sprießt vor dem Altar

Die wundervollen Gemälde, längst vom Regen mitgenommen

Heimat, wie schön es bei dir einst war

Alles ausgelöscht, seit die Menschen den Weg „Freiheit“ genommen

 

Was immer auch in dieser Welt geschieht

Ob Zufall, Schicksal oder Himmelsmacht

Wenn Kirchen dem Verfall überlassen, Zivilisation von dannen zieht

Und niemand, keiner mehr, an Sinn und Reichtum „Heimat“ gedacht…

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                 28.06.2021

 

 

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