Foto:©Elisabeth Anton
Heimatglocken am Sonntagmorgen
Es wird nie mehr so sein wie damals
Die Kühle des Morgens streichelt mein Gesicht
So wunderschön der Vögel Morgensymphonie
Mein Hatzfeld, ich vergesse unsere Jahrzehnte nicht
Eine zweite Heimat, die gibt es für mich nie
Ich höre sie, aus weiter Ferne schwingen
Klang in Klang mit dem Heimatwind
Der Orgel Töne weit über die Gassen klingen
Bis zu mir hierher, wie damals, als ich ein Kind
So weit in der Ferne zu hören, dieser majestätische Klang
Der Hatzfelder Kirchenglocken am Sonntagmorgen
Mit dem Regenbogen am Horizont spüre ich Ehrfurcht und Dank
Denke ich an die Kirchenglocken meiner Heimat, am Sonntagmorgen
Diese edle, reiche, diese ehrfurchtsvolle Zeit
Sie hat sich nie mehr wiederholt, hier in der Freiheit
Heimat, dir gehört all meine Ehrfurcht, meine Dankbarkeit
Für unsere reichen Jahre, wo Diktatur einzig zermalmende Ungerechtigkeit
Doch nicht im Augenblick, wenn ich mit meinen Gedanken allein
Wenn der Klang der Kirchenglocken Zauber über Stadt, Feld, Wiesen gestreut
Heimat, es wird nie mehr so schön wie damals sein
Weil die Geschichte der herzlosen Mächtigen niemanden mehr erfreut
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
21.08.2016
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