Foto:©Elisabeth Anton
Ehrfurcht vor der Heimat! Hatzfeld ist einzigartig
Der Wind bewegt Strauch, Gräser und Baumkronen
Die Schneeglöckchen neigen sich hin und her mit dem Wind
Meine Gedanken daheim. Wie gerne würde ich wieder zuhause wohnen
Da, wo die Jahre voller Einzigartigkeit, da, wo ich gelebt als Kind
Ich sehe, wie alles mit reichem Knospenteppich bedeckt
Die Blumen werden bald, um die Wette, in Reih und Glied stehen
Der Hahn hätte mich jetzt schon längst mit seinem Krähen geweckt
Und ich würde schon durch Hof, Garten, zum Schweinestall gehen
Es war eine Welt, so anders, eine so natürliche Zeit
Man lebte und spürte noch, dass Leben einmalig und lebenswert
Man lebte noch wundervolle heimatliche Geborgenheit
Ich höre heute noch wie es, fast erzählend, knistert, das Holz im Herd
Ich sehe die Eiszapfen, die längst getaut, der Frühlingspracht Wasser gespendet
Ich sehe, wie die Tauben sich freuen, dass der Frühling schon so nah
Ich sehe den alten Wintermantel trocknen im Wind – zugeknöpft und gewendet
Dann ist er wie neu im nächsten Winter, als ob für ihn ein Wunder geschah
Was freute man sich an so vielen einfachen, schönen Sachen
Die heute keiner mehr sehen noch haben will
Nur eines weiß ich: Was die Menschen heute so vieles, sinnlos, kaputt machen
Kann nicht gut gehen. Eines Tages steht die Uhr unserer Natur still
Was waren das für Blumen-, Duft-, und Blüteneigenarten, typisch für jede Jahreszeit
Wir lebten inmitten dieser Natur. Wir hegten, pflegten und liebten ihre Schönheit
Heimat! In Gedanken berühre ich unsere so wunderbar gelebte Zeit
Die Stunden so unvergessen. Hatzfeld, wir lebten deine Einzigartigkeit
Diese Welt scheint längst vergangen zu sein, einfach dahin
Warum wohl Menschen nicht mehr in der Natur, mit ihr leben wollen
Was waren das für Zeiten... Alles hatte Ziel, Wert, Ehrfurcht und Sinn
Es scheint, dass sehr bald, die letzten Schönheiten durch die Gassen Hatzfelds rollen
Hatzfeld! Ich bete für dich, dass deine Jahre die Natur weiter berühren
Dass deine Menschen Achtung, Ehrfurcht vor deiner Geschichte, deiner Schönheit zeigen
Heimat! Ich wünsche, dass die Bewohner den Zauber deiner Einzigartigkeit spüren
Hatzfeld! Meine Ehrfurcht wird sich immer vor dem Augenblick deines Seins verneigen
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
25.02.2007
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