Foto:©Elisabeth Anton
Stundenweise Waffenstillstand?
10. Tag Krieg
Hochhäuser brennen, aus mancher Wohnung ein Feuerball
Aus Einfamilienhäusern kreisen lodernde Flammen
Fensterrahmen aus den Mauern gerissen
Nahrungsmittel, Wasser knapp oder fehlen schon
Dachstühle brennen lichterloh oder sind schon herabgestürzt
Und die Ankündigung im Raum
Dass es heute eine Feuerpause gibt, für einige Stunden
Damit die Zivilisten flüchten können
Was sind denn das für erschreckende Nachrichten
Will man die Stadt ausrotten
Man gewehrt eine Feuerpause, für zwei Städte
Damit sich eine Völkerwanderung vollzieht
Menschen ihr Zuhause, ihre Heimat verlassen müssen, verlieren
Kaum davon gesprochen, dass auch Menschen bleiben wollen
Bleiben müssen, weil sie keine Gelegenheit zum Flüchten haben
Dass jene Menschen humanitär versorgt werden müssen
Davon spricht keiner ein Wort
Kinder, Alte, Schwangere, Frauen mit ihren Neugeborenen
Müssen in U-Bahnhöfen, in feuchten Kellern ausharren
Man spricht von Feuerpausen, von humanitären Korridoren
Aber kaum davon, dass diese Menschen Lebensmittel, Wasser brauchen
Es sieht nicht danach aus, dass ein Ende dieses Krieges gewollt
Fakt ist auch, dass es einen Krieg nur geben kann
Wenn sich zwei „Parteien“ nicht diplomatisch einigen können
In einem Krieg gibt es nie nur einen Schuldigen
Genau wie zu einem Kartenspiel immer zwei gehören
Wer will diesen Wahnsinn nicht stoppen?
Hört auf mit diesen Toten, Vernichtungen, Zerstörungen
Beendet die Tragödien dieser unschuldigen, hilflosen Menschen
Stoppt ihn endlich, diesen brutalen Krieg!
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
05.03.2022
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